Ja ich kann! Aktiv mit chronischen Krankheiten und Krebs umgehen
Shownotes
Unser Podcast – Ja ich kann! Aktiv mit chronischen Krankheiten und Krebs umgehen. (Gesundheitskompetenz und Selbstmanagement stärken)
Es gibt große Herausforderungen nach der Diagnose einer chronischen Erkrankung. Das Frauengesundheitszentrum in Graz bietet auch online Unterstützung: Der vierteilige kostenlose online Workshop für Frauen (Betroffene, Angehörige und für Multiplikatorinnen), hilft auch bei chronischen Erkrankungen und Krebs selbst wirksam und aktiv damit umgehen zu können. Marlene Pretis-Schader (Frauengesundheitszentrum in Graz) informiert im Gespräch mit Aline Halhuber was die Inhalte der Workshopreihe sind. Es wird auch über Schlaf, Erschöpfung und Schmerzen gesprochen und es gibt auf hilfreiche Hinweise für den Umgang mit schwierigen Gefühlen, wie Angst, Trauer und Wut. Der Kurs beginnt am 22.09.2026 – Online können auch Frauen aus anderen Bundesländern daran teilnehmen.
Anmeldung: im Frauengesundheitszentrum Tel: 0316 83 79 98 oder per frauen.gesundheit@fgz.co.at.
Frauengesundheitszentrum in Graz: www.Frauengesundheitszentrum.eu
Foto: Rita Obergeschwandner
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00:00:03: Hallo, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer.
00:00:16: Heute ist bei mir zum wiederholten Mal Marlene Pretis-Schader vom Frauengesundheitszentrum in Graz bei mir.
00:00:26: Gesundheits- und Pflegewissenschaft darin.
00:00:30: Sie arbeitet im Frauengesundheitszentrum in Graz und ist zuständig für Gesundheitskompetenz, für Frauengesundheit und für chronische und Krebserkrankungen.
00:00:43: Und die Gesundheitskompatien.
00:00:45: in der Rolle war Marlene schon öfter bei mir weil sie zum Beispiel über HPV, Mammografie, Screening uns schon sehr gute Informationen auch gegeben hat.
00:00:57: Heute geht es um eine Workshop-Reihe, die sich ganz bewusst an Frauen mit chronischen Erkrankungen und Krebs wendet.
00:01:07: Dieser Workshop ist mit vier Teilen und Online ab dem Zweiundzwanzigsten neunten auch für Salzburger Frauen möglich.
00:01:18: Marlene erzähl mir ein bisschen warum habt ihr diese Workshop Reihe konzipiert?
00:01:25: Liebe Aline, danke für deine Einladung und Frage.
00:01:28: Einerseits haben wir diese Workshop-Reihe konzipiert weil es in Österreich aber auch in vielen anderen Ländern eine hohe Betroffenheit bei chronischer Krankheit und Krebs gibt.
00:01:40: vor allem bei chronischen Krankheiten sind Frauen auch vermehrt betroffen.
00:01:46: Welche sind das zum Beispiel?
00:01:48: Das beginnt von Asthma bis hin zu chronischen
00:01:52: Rückenschmerzen,
00:01:53: Diabetes, Rheumaerkrankungen also diverse Autoimmunerkrankung.
00:02:00: Gemeinsinn damit alle Erkrankungen deren Symptome länger als drei Monate anhalten.
00:02:07: Dann spricht man von chronischem Gesundheitsproblemen oder chronischen Erkränkungen.
00:02:11: Krebs zählt mittlerweile auch zu chronische Erkrankungen da sie sehr gut Also Krebserkrankungen sehr gut heilbar sind zum Teil und Menschen oft sehr lange Zeit mit einer Krebserkrankung einfach leben bzw.
00:02:26: überleben.
00:02:27: Und wir wissen, dass anders als bei akut erkrankten Menschen mit chronischen Erkrankungen ja nicht von ihren Verpflichtungen im Alltag befreit sind.
00:02:37: also wenn ich zb eine Grippe habe lege ich mich ins Bett runter rum um mich wird im Idealfall alles organisiert.
00:02:44: Bei chronischen Krankheiten ist das nicht der Fall.
00:02:47: Also die Menschen müssen weiterhin ihren sozialen familiären, aber oft auch beruflichen Anforderungen nachkommen.
00:02:55: Und hier sind sie einfach gefordert diese Anforderung
00:02:58: trotz
00:02:58: der Einschränkungen irgendwie hinzukriegen also trotz Schmerzen, trotz Medikamenteinnahme oder unterschiedlicher Symptome wie Erschöpfung, die Sie zum Beispiel erleben.
00:03:09: und es gibt sehr wenig Angebot in unserem Gesundheitssystem und dieses Handel im Alltag von chronischen Erkrankungen, um adressieren.
00:03:21: Daher haben wir diese Workshopreihe ins Leben
00:03:24: gerufen.
00:03:24: Von wie viel Frauen oder von wie viele Prozent der betroffenen Frauen sprechen wir denn ungefähr in der österreichischen Bevölkerung?
00:03:33: Die das betrifft!
00:03:35: Die Gesamtbevölkerung ist zu sixty-sechzig Prozent getroffen.
00:03:40: Über fünfzehn spricht man von einer sechsensechzig-prozentigen Betroffenheit von chronischen Erkrankungen.
00:03:46: Mehr als die Hälfte hat ab fünfzehnten Jahren eine chronische Erkrankung.
00:03:54: Ja, das ist eine sehr hohe Zahl und Frauen sind hier eben vermehrt verstärkt betroffen.
00:03:59: Wir wissen auch dass Frauen zum Beispiel weniger Jahre bei guter Gesundheit leben.
00:04:04: also sie leben zwar länger als Männer aber sie erkranken früher in ihrem Leben an einer chronischen Erkrankung Und das beeinträchtigt Sie hier auch sehr starken Lebensqualität natürlich.
00:04:14: Sie verbringen mehr Jahre bei schlechter Gesundheit.
00:04:17: Und sie werden aber trotzdem älter?
00:04:19: Das erscheint ein Mehrfass als Widerspruch.
00:04:22: Es ist so, dass die Behandlung von chronischen Krankheiten, also die medizinische Behandlungen hier ja sehr gut ausgeprägt ist in Europa.
00:04:30: Es wird ja auch wahnsinnig viel Geld dafür aufgewendet.
00:04:33: Also Behandlinge sind sehr komplex aber auch sehr teuer.
00:04:37: Dementsprechend steht der Alltag mit der Erkrankung sehr wenig im Vordergrund von Initiativen oder auch von Förderungen in Geldern, die hier zur Verfügung gestellt werden um ihm Menschen da zu unterstützen.
00:04:49: Man weiß aber aus Studien dass wenn Betroffene Frauen und Männer aber auch Angehörige gutes Skills haben also Fähigkeiten Kompetenzen Aber auch Informationen gute Informationen zur Verfügung gestellt bekommen wie sie eben diesen Alter gut bewertestellen können, Sie auch bessere gesundheitliche Outcamps zu erwarten haben.
00:05:12: Also wirklich tatsächlich durch sogenannte Selbstwirksamkeit, Selbstmanagement hier auch wirklich die Gesundheit verbessern kann.
00:05:22: Warum gibt es das dann noch nicht?
00:05:24: Lächendeckend für alle Menschen mit chronischen Erkrankungen!
00:05:28: Es liegt einerseits an diesem blinären Code, den wir in unserem Gesundheitssystem haben der entweder gesund oder krank anzeigt.
00:05:37: Also wenn ich gesund bin habe eigentlich von unserem Gesundheitsystem wenig bis nichts zu erwarten.
00:05:44: Das ist so wie Arbeitsfähigkeit kann arbeiten oder nicht?
00:05:48: Richtig diese Einteilung in entweder krank oder gesund Die passt bei Menschen mit chronischen Gesundheitsproblemen nicht, da sie weder das eine noch das andere dauerhaft sind.
00:05:59: Und diese Workshop-Reihe fußt einfach auch auf dem Konzept der Salutogenese.
00:06:05: Das ist eigentlich sehr wenig bekannt.
00:06:07: Es geht dabei darum wie Gesundheit entsteht und Aaron Antonowski hat dieses Konzept begründet.
00:06:13: Wir sehen in dieser Darstellung eigentlich sehr gut die Realität abgebildet vor allem von Menschen mit kronischen Krankheiten weil es gibt einen.
00:06:22: Also er beschreibt ein Kontinuum von Gesundheit und Krankheit.
00:06:26: Und dass wir alle uns in unserem Leben immer irgendwo auf diesem Kontinum zwischen dem Polen gesund und krank befinden, einmal mehr auf dieser Seite, mehr bei Krankheit und einmal mal mehr auf der Seite der Gesundheit.
00:06:41: Das Schöne
00:06:41: ist aber
00:06:42: an diesem Kontinuum und in diesen Workshops besprechen wir das tatsächlich auch direkt mit den Frauen- und Männern, die teilnehmen oder mit den Betroffenenfrauen und Angehörigen oder interessierten Fachpersonen.
00:06:52: Dass eben bei dass gleichzeitig da ist und jede und jeder kann sich hier auch selber auf diesem Kontinum einstufen und wir machen dann oft auch so Übungen wo man eben an der jeweiligen Seite auch eintragen kann gut was ist auf der Seite der Krankheit?
00:07:07: Was sind denn meine Herausforderungen, meine Symptome?
00:07:10: Aber was ist auch auf der Seite der Gesundheit da?
00:07:13: Also, was funktioniert gut?
00:07:14: Was sind meine Ressourcen und das sind meine Quellen der Kraft.
00:07:18: Was
00:07:19: gelingt
00:07:19: mir vielleicht schon gut?
00:07:20: Welche Strategien habe ich auch um mit diesen Herausforderungen durch die Krankheit umzugehen?
00:07:25: Und es macht einfach sichtbar dass beides da ist und auch beides dasein kann und nebeneinander stehen kann.
00:07:33: Ich verwende dieses Bild Continuum auch, also so als Prozess.
00:07:38: Jeden Tag jeden Moment bin ich fühle mich näher am Tod oder näher an der Geburt so gesünder diese Beispiele.
00:07:49: und was kann ich individuell dazu beitragen, dass sich da mehr Richtung wohlbefinden ist.
00:07:55: Und was ich da so wichtig finde es sich auch klar zu machen zum Beispiel jemand der sehr depressiv ist Diese Person wird sich selber viel näher am Tod einordnen als zb die Medizin.
00:08:07: und jemand der tatsächlich sterben krank ist Aber gut behandelt, schmerzfrei ist kann auch wenige Tage vor dem Tod sich selber auf diesem Kontinuum weiter Richtung Gesundheit einordnen.
00:08:22: Und das finde ich ganz ein wichtiges Bild für diese Selbstwirksamkeit.
00:08:27: und im Vortrag sammle ich dann immer was hilft wem?
00:08:30: Und kann man sich darüber austauschen.
00:08:32: und ich sage immer morgens, wenn ich wach werde, dann bin ich ungefähr eighty-fünf, fühle ich mich Alles tut weh und dann muss ich spatsch schnell aufs Klo.
00:08:41: Nach dem ersten Café näher, ich mich da tatsächlich ein Alter.
00:08:45: Aber davor fühle ich mich ganz, ganz alt und krank.
00:08:50: Richtig!
00:08:50: Das wirst du sagst ist natürlich sehr anschaulich auch für die Dynamik in diesem Prozess.
00:08:55: Und das ist das Schöne weil Betroffene... Also wenn man so einen Stempel kriegt eine chronische Erkrankung, eine Diagnose bekommt, das ist ja ein Schock.
00:09:04: Es passiert auch viel durch Worthing, also wenn man sagt die chronisch kranken oder die Krebspatienten, Patientinnen.
00:09:13: Es ist nicht der ganze Mensch erkrankt ja?
00:09:15: Also wir bevorzugen hier zu sagen Menschen, die mit chronischen Erkrankungen leben weil die Erkränkung ist immer nur ein Teil des Ganzen und ein Teil das Menschen.
00:09:25: Und in dieser Workshop Reihe versuchen wir mit Betroffenen hier herauszuarbeiten Auch die Seite der Ressourcen Die Seite der Gesundheit.
00:09:34: Wir Menschen einfach dazu neigen, vermehrt das Negative.
00:09:38: Dass man es uns sorgt und besorgt in den Vordergrund zurückkommt.
00:09:42: Das ist im Gehirn auch so angelegt.
00:09:45: Aber das Schöne ist wir können es trainieren, die andere Seite uns herzuholen, wie du das hier an deinem Beispiel veranschaulichst hast.
00:09:54: Und das ist eigentlich der Ausgangspunkt von dieser Workshopreihe mit dem... Mit dieser Halbdom gehen wir hier auch hinein und arbeiten mit den Patienten, mit dem Angehörigen ganz bewusst daran, Ressourcen zu identifizieren.
00:10:08: Aber auch anzuerkennen dass Herausforderungen da sind und nicht weniger und auch individuell zu schauen was kann denn helfen mit diesen Herausforderungen gut umzugehen?
00:10:21: Und da ist natürlich der Austausch untereinander sehr wesentlich weil es braucht uns Dachpersonen gar nicht immer so stark, weil ganz viele Menschen einfach schon wahnsinnig gute und viele Strategien entwickelt haben in ihrem Alltag.
00:10:35: Um mit diesen Beschwerden, Schmerzen, Erschöpfung, Schlaflosigkeit schwierigen Gefühlen die auftauchen, einfach gut umzugehen.
00:10:45: Und manchmal braucht es einfach nur den bewussten Blick dorthin und eben dieses vormeinander lernen und sich auszutauschen.
00:10:51: das wird immer auch von den Teilnehmerinnen als sehr wertvoll hervorgehoben.
00:10:56: Es ist ja auch so, dass wenn in sixty-sechzig Prozent aller Menschen über fünfzehn von einer chronischen Erkrankung betroffen sind.
00:11:06: Dann haben wir einfach da muss ganz viel Resilienz sein weil die Menschen identifizieren werden nicht mal.
00:11:15: Ich weiß nicht welche chronische Erkankungen in meinem Umfeld vorhanden sind ich weiß es über mich vielleicht auch noch über Familienangehörige Und ich finde es einfach auch sehr gut, dass man dieses Thema chronischer Erkrankungen einfach enttapuisiert.
00:11:31: Weil das heißt ja nicht, dass wir nur krank sind sondern da ist ja ganz viel Gesundes auf.
00:11:37: Richtig und die meisten chronischen Erkränkungen sind ja nicht auf dem ersten Blick sichtbar.
00:11:42: So wie du sagst, dieses darüber Sprechen ist nicht sehr gesellschaftsfähig prinzipiell aber es kann hier wirklich eine Entlastung aufbringen, das offen zu sagen.
00:11:53: natürlich ist es das Recht sehr individuell darüber zu entscheiden, möchte ich das teilen.
00:11:57: An welcher Erkrankung ich leide oder welche Erkränkung ich habe und mit welchen gesundheitlichen Probleme nicht zu kämpfen habe oder nicht?
00:12:04: Das ist ja auch etwas sehr privates, persönliches und sensibles.
00:12:07: Es geht ja damit auch eine Gesellschaft einher die von uns erwartet immer sehr leistungsfähig zu sein.
00:12:14: Ob wir jetzt am Arbeitsplatz, ob als Mutter oder als Freundin also das Sozialleben ist ja auf mitunter kann ja anstrengend sein.
00:12:22: hier gibt es dann auch ganz viel Kommunikation, also auch das besprechen wir in den Workshops.
00:12:27: Wie kann ich gut auch hier kommunizieren im Umfeld wenn ich beispielsweise Termine absagen muss oder mich einfach nicht in der Lage fühle da weiter hinzugehen zu diesem Familienfest?
00:12:39: Oder was auch immer das ist.
00:12:40: Da ist ja dann ganz wichtig dass man hier individuell für sich einen Weg findet.
00:12:45: und was möchte ich teilen?
00:12:47: Und
00:12:49: man kriegt ja auch gleich einen Bad-Ball verpasst.
00:12:52: Zum Beispiel, ich bin seit ich zwölf Jahre alt bin, habe ich Migränen gilt auch als chronische Erkrankung.
00:12:59: Ich hab sie selten aber Sie können mich überfallen.
00:13:03: Sie sind übrigens nach dem Wechsel deutlich besser geworden Aber das war so dass sich dann einfach ganz abgeschaltet war.
00:13:13: Und gleichzeitig ist die Migräne in der Literatur, in den Filmen so eine typische... Ach sie ist hysterisch!
00:13:21: Sie will jetzt was nicht.
00:13:22: Es wird sehr psychomatisiert und wo man eigentlich sagen muss verdammt nochmal es ist ein schwerer Erkrankung.
00:13:28: ich bin in der Zeit nichts im Stande irgendetwas zu tun.
00:13:32: Da denke ich da ist die Krankheit schon unangenehm
00:13:35: genug.
00:13:36: Aber mit diesen Vorurteilen und typisch Frauen entzieht sich der Situation, das hat mich fast noch mehr gekriegt.
00:13:44: Und geärgert als die Krankheit.
00:13:46: Absolut!
00:13:47: Das ist auch ein ganz wichtiger Punkt wenn du einsprichst.
00:13:49: Es ist auch in dieser Workshop-Reihe von der Haltung her ganz wichtig, bzw.
00:13:54: überhaupt in unserem Gesundheitssystem sollte es sehr wichtig sein hier nicht nach der Schule zu fragen.
00:14:00: Natürlich wissen wir dass ganz viele Erkrankungen lebensstilbedingt sind.
00:14:03: ja das wissen wir aber nicht.
00:14:05: alle Menschen haben die Voraussetzungen einen guten Lebensstil zu führen.
00:14:09: also wir müssen weg von dieser Schuldtrage wirklich hin in die Orientierung.
00:14:13: Okay, es ist so.
00:14:14: Es ist jetzt die Situation wie sie ist.
00:14:17: Ausgehen vom Jetzt akzeptieren und wirklich dann in die Zukunft schauen... Wie kann man hier Menschen unterstützen?
00:14:23: Möglichst gut hier auch was zu tun!
00:14:25: Weil der Wunsch ist ja da.
00:14:27: wenn eine chronische Erkrankung auftritt, eine Diagnose kommt haben die Menschen ein starkes Bedürfnis etwas zu tun auch selber mitzuwirken an der Behandlung an dem das besser wird.
00:14:37: Und wir wissen ja dass es ganz viel unseriöses Angebote, Ratschläge aus dem Internet, Social Media aber auch aus der Umwelt gibt.
00:14:47: Und ganz viele sehen umseries kann auch Schaden sogar kostet viel Geld und hier Menschen einfach auch betroffenen Frauen etwas zu bieten wo sie selbst aktiv werden können muss ihre Selbstwirksamkeit spüren widerspüren können weil oft geht es ja auch ein bisschen verloren wenn so eine Krankheit kommt.
00:15:05: man fühlt sich so ausgeliefert Dinge zu suchen, die im Alltag das Gefühl geben, ich kann mitarbeiten.
00:15:13: Was bewirkt mich?
00:15:14: Ich kann wirklich etwas verändern und da ist es ganz wichtig sich aufs Sicht zu konzentrieren.
00:15:20: Deshalb heißt diese Workshopreihe auch ja ich kann und nicht Ja, ich muss weil alles was Ärztinnen und Ärzte sagen, ihr seid ein bisschen... Ich muss!
00:15:29: Das fällt uns allen nicht nur chronisch Erkrankten schon einmal prinzipiell viel schwerer Aber aus sich heraus, die Motivation zu finden oder auch zu erspüren einmal was heißt eigentlich Gesundheit für mich trotz chronischer Krankheit.
00:15:43: Und es ist so individuell und unterschiedlich in einem Workshops auch immer schönzusehen.
00:15:47: das kann für eine Frau sein wieder regelmäßig einfach auch zum Kartenspiel hinzugehen.
00:15:53: Oder für die andere Frau ist es einfach eine Wanderung wieder mal zu machen oder wieder regelmässig ins Kino zu kommen also solche Sachen.
00:16:04: In diesem breiten Gesundheitsbegriff tropst Erkrankung vereint und hat Platz.
00:16:09: Und wir kramen ein bisschen in den Workshops nach diesen Dingen, die der Gesundheit auch ausmachen.
00:16:16: Weil wenn eine Erkränkung da ist dann geht es immer ganz viel um Werte, Blutwerte, um Medikamente, um Dosees, Untersuchungsergebnisse.
00:16:25: aber es ist noch ganz viel drum herum.
00:16:28: Ganz wichtig finde ich auch diesen Aspekt der Selbstbestimmung Und zwar möchte ich auf der Ebene anfangen, die du genannt hast.
00:16:37: Ob in Familien oder Freundeskreis kommen dann Menschen und erklären zu mir hat dieses Nahrungsergänzungsmittel geholfen?
00:16:44: Ja, du musst nur zu dieser Heilerin gehen oder so etwas!
00:16:49: Ich finde es ganz wichtig dass davon betroffene Menschen gestärkt darin werden das sie Auch solche Angebote, die zwar nett gemeint sind und trotzdem wie bei Ratschlägen auch wehtun können.
00:17:03: Es sind trotzdem Auschläge dass man da die Frauen ermutigt auch eigene Entscheidungen zu treffen Und auch gegenüber Ärztinnen.
00:17:14: Das ist natürlich schwierig.
00:17:17: zum Beispiel wenn jemand entscheidet nichts gegen einen Krebs zu machen Da muss man das auf eine ganz harte Art auch ein Stück respektieren.
00:17:27: Richtig, es gibt aber auch ganz viele Zwischen wo ich mit entscheiden kann.
00:17:31: also da sind ja schon sehr große Entscheidungen etwas oder nichts gegen einen Krebs zu tun.
00:17:36: Aber wir wissen aus Studien zum Beispiel dass ungefähr dreiunddreißig Prozent aller Chemotherapien die am Lebensende eingesetzt im Wirkungslos sind aber mit sehr starken Nebenwirkungen eine hergehen.
00:17:49: Deshalb ist es auch wichtig, hier Patientinnen und Patienten immer miteinzubeziehen, auch schrittweise bei allen Behandlungen die anstehen – das ist ja auch unser Patientinnenrecht -, dass wir informiert zustimmen müssen.
00:18:01: Und wir haben auch das Recht, das ist auch gesetzlich niedergeschrieben auf Unvernunft.
00:18:06: Das bedeutet ich kann mich auch gegen etwas entscheiden selbst wenn mir die Medizin jetzt sagt, es wäre aber vernünftig.
00:18:13: Wichtig ist hier ganz gut zu kommunizieren in beide Richtungen.
00:18:17: Dass Ärzte und Ärztinnen auch wissen, was sind meine Werte als Patientin?
00:18:22: Was sind die Werte, die ich vertrete?
00:18:24: Wovon habe ich Angst?
00:18:25: Das ist mir noch wichtig!
00:18:27: Und dass Ärzten auch sagen, warum sie dieselbe Handeln empfehlen und welchen Vor- und Nachteil sie da sehen könnten... Und so kann man dann gemeinsam zu einer guten Entscheidung kommen.
00:18:37: Speziell am Lebensende ist es hier ganz wichtig, eben auch mitzusprechen.
00:18:40: aber über die gesamte Lebensspanne ist es wesentlich dass man sich da interessiert und ja den Mut hat da sich auch einzubringen.
00:18:50: Man muss das ein bisschen einfordern weil es wird leider nicht immer sehr offen danach gefragt was möchten Sie?
00:18:56: Was ist für sie nicht?
00:18:58: Es ist tatsächlich natürlich einfacher die Fachantwortung völlig zu delegieren.
00:19:03: Das kann auch eine Strategie sein und ist auch völlig legitim.
00:19:07: Genau, einfach sagen nein ich vertraue den Doktor er trägt zwar nicht die Konsequenzen sondern ich.
00:19:13: aber das ist also sich da selber schlau zu machen oder auch mit guter Gesundheitsinformation mit dem Klima zu konfrontieren ist auch sehr herausfordernd.
00:19:25: Absolut sehr herausfordern brauchen wir aber wenn es um Entscheidungen geht aber gerade in der Workshop Reihe Und generelle Literatur neigt jetzt auch dazu, die Information wird glaube ich ein bisschen überschätzt.
00:19:37: Gute Gesundheitsinformation an sich ist sehr wichtig aber sie alleine kann noch nichts anrichten.
00:19:43: also wir wissen das gerade wenn es um schwierige Lebensfassen geht Menschen auch vieles Kills brauchen also ebenso Fähigkeiten.
00:19:52: Das ist nicht so Info passiert sondern es geht einfach so um was Eigen meines WG eine Problemlösung haben.
00:19:58: Wie organisieren wir den Alltag?
00:20:00: Und das haben wir in der Workshop bei ganz starkem Zentrum.
00:20:04: Die Selbstwirksamkeit mit der Starten ja auch im ersten Teil, die ist an der Boden, also der sich über die weiteren vier Teile dann eben auch trägt.
00:20:13: Da geht es darum wie vertraue ich auch in meine Einflussmöglichkeiten und hier kann man auch gezielt stärken beziehungsweise wenn Selbstwirksamkeit gar nicht mehr vorhanden ist sie auch wieder neu erlernen.
00:20:25: Das ist das Schöne daran!
00:20:27: Dann fühle ich mir auch motiviert vielleicht oder sehe einen Sinn darin, mir Gesundheitsinfos zu suchen und dann eine Entscheidung zu treffen.
00:20:34: Deshalb setzen wir hier mal vorerst ganz stark bei dem Vertrauen an selber etwas verändern zu
00:20:41: können.".
00:20:42: Und das Internet kann ja fluchend seht zugleich sein?
00:20:46: Wir haben zwar den Zugang zur guter Gesundheitsinformation zum Beispiel auf... gesundheitsinformation.de, aber es schwemmt uns in die Timeline natürlich auch entsetzliche Dinge, die einfach nicht stimmen und vor KI sollte man explizit warnen.
00:21:01: Da stimmt ganz, ganz wenig.
00:21:03: glaubt niemals zehn Prozent noch was medizinisches Fragfinger weg davon.
00:21:10: Auch das besprechen wir in Teil zwei der Workshopreihe.
00:21:12: da geht's um gute Gespräche mit Ärztinnen eben das Thema mitbestimmen mit entscheiden wenn ich das möchte Aber auch KI, Social Media und Apps.
00:21:20: Worauf kann ich dachten?
00:21:22: Was ist wichtig?
00:21:23: und auch Quellen gute Gesundheitsinfo wenn ich suchen möchte.
00:21:27: zum Beispiel gibt es in Deutschland den Krebsinformationsdienst der hervorragend informiert bei Krebserkrankungen.
00:21:33: Es gibt dort auch die Möglichkeit direkt Fragen hinzustellen.
00:21:36: das sind sehr gute Quelle gerade bei Krebeserkrankung Und diese nennen und teilen wir dann auch in den Workshops.
00:21:43: Was kostet die Workshop-Reihe?
00:21:45: Angenommen eine Salzburger Frau möchte gerne teilnehmen, wie funktioniert das.
00:21:50: Wir bieten Sie jetzt ab dem Zweiundzwanzigsten September in unserem Programm an.
00:21:54: Das ist ein Onlineangebot über Zoom und ist kostenfrei.
00:22:00: also da wir auch einen gemeinnütziger geförderten Verein sind können wir diese workshopreie Kosten frei jetzt
00:22:06: anbieten.
00:22:07: sie müssen sich nur über unsere Webseite Frauengesundheitszentrum.eu anmelden und der Programm ist das möglich, dann können Sie ganz unkompliziert auch aus Salzburg
00:22:19: teilnehmen.".
00:22:20: Das finde ich ein sehr schönes Angebot
00:22:22: von euch!
00:22:23: Warum geht es noch?
00:22:25: Du sagtest vierteilige wirkschaftreihe.
00:22:28: Ist da noch Ablauf?
00:22:30: also welchen verschiedenen Überschriften werden dabei?
00:22:34: Wie gesagt, starten wir mit dem Teil der Selbstwirksamkeit, wo wir auch diese Saluzogenese tatsächlich besprechen.
00:22:41: Erkunden was bedeutet gute Gesundheit für die Betroffene?
00:22:44: Das ist Teil eins, das heißt ja ich kann nicht aktiv um die eigene Gesundheit kümmern und selbstwirksam werden.
00:22:51: Der Teil zwei sind dann eben wie gesagt guten Gesundheitsinfos Gespräche mit Ärztinnen Und bei Teil drei sprechen wir über balkonischen Krankheiten häufig vorkommenden Symptomen beziehungsweise, sagen wir herausforderungen die auftreten.
00:23:07: Die drei ist ja krankheitsübergreifend das heißt es können ja Menschen mit unterschiedlichen Krankheiten teilnehmen.
00:23:13: hier besprechen hier Themen die einfach die Zielgruppe dann gleich am Rasen betrifft.
00:23:19: also Schmerzen zum Beispiel kommen bei vielen Krankheiten vor und deshalb beschäftigt sich der dritte Teil mit Umgang mit schmerzenden Erschöpfung und Schlafproblemen.
00:23:29: also drei große Bereiche wo wir gute Infos-Teilen aus Leitlinien, aber auch wieder ganz stark auf die Selbstwirksamkeit schauen.
00:23:38: Was gibt es schon für Strategie in diese Teilen und auch überlegen wie kann sie mir gelingen da?
00:23:43: Auch im Alltag so dieser Stellschrauben zu drehen dass man das dann auch umsetzt langfristig möglichst.
00:23:48: Und der vierte Teil beschäftigt sich damit in klammer schwierigen Gefühlen weil Gefühle sind gefühlend Sie sind da manche mögen wir halt nicht so gerne und gerade bei Krankheiten sind eben Trauer Angst und Wut Präsent.
00:24:03: Hier schauen wir einfach auch einmal so allgemein, das sind den Gefühle, was sind Emotionen?
00:24:08: Welchen Zweck erfüllen Sie und beleuchten diese drei starken Gefühlen auch ein bisschen näher?
00:24:15: Welche Funktion hat die Angst?
00:24:17: Und das tue ich wenn ich merke dass sie sehr präsent ist vielleicht übermächtig wird.
00:24:21: Einfach auch ganz praktische Tipps für den Alltag Übungen die wir hier zur Verfügung stellen aber auch ganz viel Raum wieder für Austauschung teilen.
00:24:30: Uns ist es hier ganz wichtig in der Workshop-Reihe,
00:24:33: nicht
00:24:34: zu sagen alles
00:24:34: ist gut.
00:24:35: Alles wird gut!
00:24:36: Das ist es nämlich nicht und manchmal wird's auch nicht mehr gut sondern wir schauen einfach hier ganz bewusst auf beide Seiten versuchen hier zwischen den Polen zu pendeln und das ist einfach auch so ein bisschen Rezept für den Umgang.
00:24:49: Ja ich darf mich schlecht fühlen ja es kann gerade alles richtig belastend und blöd sein Es gibt auch Ressourcen, es gibt auch Kraftquellen und da dann bewusst wieder hinzuschauen ist einfach das Wichtige.
00:25:05: Und kleine Schritte zu gehen die ja wie wir wissen viel besser sind als keine Schritte.
00:25:11: Und die Großen manchmal auch aus Versehen in die falsche Richtung führen können.
00:25:15: Die großen Schritte muss man umdrehen.
00:25:18: Wichtig sind ja auch die Angehörigen weil für Angehöhrige ist es total schwierig mit jemandem Konfrontiert zu sein, der eine chronische Erkrankung hat.
00:25:28: wo man nicht sagen kann bist du Herr Ratz ist es vorbei.
00:25:31: Also das war so ein Spruch aus der Kindheit.
00:25:33: Sagt man halt auch dich mehr so was können Angehörige mitnehmen die an der wirkschaubreie teilnehmen?
00:25:42: Es ist bei einer Krankheit so dass sich ja nicht nur der Alptaktor betroffenen verändert sondern ja das ganze Familiensystem.
00:25:48: das heißt Ampassungen von allen Mitgliedern sind nötig Und passieren auch, also machen sie ja auch alle.
00:25:55: Das ganze System verändert sich und hier ist es auch für Angehörige wichtig Unterstützung zu kriegen und so Selbstwirksamkeit kann auch für angehörigen sehr wichtig sein.
00:26:05: Hier auch zu erkunden was kann ich denn tun?
00:26:07: Welche Schritte kann nicht gehen um einerseits zu unterstützen andererseits aber auf mich zu schauen und daher haben wir natürlich auch verstärkt Angehöre in den Fokus genommen.
00:26:17: Es gibt so ein Angebot bisher wenig bis gar nicht, sagen wir mal.
00:26:22: Angebote die derzeit für chronisch erkrankte oder für Angehörige und Pflegende Angehöre sind geben sehr vielen lichten Informationen.
00:26:29: hier einfach wirklich das ganzheitlich zu betrachten und das ganze System auch zu betrichten ist wichtig.
00:26:35: Das Interessante was passiert ist als wir diese Workshop-Reihe zum ersten Mal angeboten haben ist dass sich ganz viele Fachpersonen angemeldet haben.
00:26:43: Wir werden sehen, dass hier auch bei Menschen die mit Patientinnen arbeiten, die chronische Gesundheitsprobleme haben.
00:26:50: Auch das Interesse groß ist zu unterstützen und hier auch was an die Hand zu kriegen wie man es im Alltag gut tun kann.
00:26:57: Und deshalb bieten wir diese Reihe auf Anfrage natürlich Weiterbildungen an und haben die Reihe offen für Mitarbeiterinnen in Gesundheitswesen teilzunehmen.
00:27:12: Liebe Marlene, vielen herzlichen Dank.
00:27:14: Das ist wahnsinnig interessant!
00:27:16: Heute war bei mir zu Gast Marlene Pretis-Scharder vom Frauengesundheitszentrum in Graz.
00:27:24: Sie können sich für die Workshopreihe anmelden auf der Homepage des Frauengesundheitscentrums.eu.
00:27:33: das ist auch die Adresse Und ich wünsche euch sehr viel Erfolg mit der Reihe und ich glaube, dass sowas eigentlich in die Standardversorgung gehören würde.
00:27:45: Danke, Alenia!
00:27:46: Das hoffen wir auch und es ist uns auch ein Bestremen das anzuregen und hier arbeiten wir auch daran wirklich eine Bewusstsein zu schaffen, dass es solche Angebote braucht in unserem Gesundheitssystem.
00:27:58: Danke dir sehr!
00:27:59: Marlene Pretis Schadafran.
00:28:01: Gesundheitszentrum in Graz.
00:28:03: Danke schön, danke!
00:28:07: Das war die Sendung Frauengesundheit in Vier mit Alina Hallhuber und Marietta Hayek vom Frauengesundheitszentrum Salzburg.
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