Medikamente wirken bei Frauen und Männern unterschiedlich
Shownotes
Eigentlich ist das keine große Überraschung, unterscheiden sich doch auch die Körper. Es wurde lange nur am männlichen Körper geforscht, Wirkungsweise und Dosierungen für Frauen einfach für einen „kleinen Mann“ angegeben. Es muss sich ändern: Die Leiterin der Apotheke am AKH Wien, Mag.a Martina Anditsch hat sich dieses Themas aus pharmakologischer Sicht angenommen und informiert im Gespräch mit Aline Halhuber über unterschiedliche Medikamentenwirkungen für Männer und Frauen. Es geht u.a. um Schmerzmittel, Beruhigungs- und Schlafmittel. Sie erklärt auch, warum das „Babyaspirin“ in der Prävention dezidiert nicht mehr empfohlen wird, weil der Nutzen zur Verhinderung von koronaren Herzerkrankungen geringer ist als der Schaden durch Blutungen. Für Frauen hatte es sich schon viel früher gezeigt, dass die niedrig dosierten Aspirine es keine Infarktprävention.
Foto: Julia Anditsch
Transkript anzeigen
00:00:02:
00:00:13: Liebe Darin und Hörer, heute haben wir das spannende Thema Medikamente.
00:00:19: Und wie wirken Sie bei Männern und Frauen?
00:00:22: Gibt es da Unterschiede?
00:00:24: Ich darf heute Frau Magistra Martina Anditsch herzlich im Podcast begrüßen.
00:00:30: Sie ist Leiterin der größten Apotheke des Landes, nämlich der Apotheker im Allgemeinen Krankenhaus im AKH in Wien.
00:00:38: Grüß Gott!
00:00:39: Danke für die Einladung.
00:00:40: Liebe Bamagistra, wie beschäftigen sich mit dem Thema Gender und Gendermedizin schon lange?
00:00:46: Aber es ist erst relativ kurz in der Formazie... Tatsächlich evidenzbasierte statistische Auswertungen ist eigentlich diese biologische Komponente des Geschlechts als Folge hat.
00:01:01: Bitte erzielen Sie uns kurz, wie sind sie auf das Thema Gender gekommen?
00:01:06: Sehr gerne!
00:01:07: Hier im AKH war schon immer
00:01:09: das
00:01:09: Zentrum von den Experten, die sich mit Gender aber auch so wie sie gesagt haben mit einfach den physiologischen Unterschieden Mann und Frau.
00:01:20: Und dadurch dem unterschiedlichen Ansprechen von Medikamenten beschäftigt haben in Form von... beginnenden Studien natürlich noch kleine Fallzahlen und da kamen natürlich viele pharmazeutische Aspekte, viele Fragen zur Nebenwirkung.
00:01:33: Und deswegen wurde ich von den Expertinnen im Haus gefragt ob ich mich nicht auch mit dem beschäftigen kann.
00:01:38: das liegt jetzt so in etwa zehn Jahre zurück richtig intensiv damit beschäftigt.
00:01:43: wo ich wirklich sagen kann es geht jetzt nicht nur um unterschiedliche Adherence, also nimmt der Mann und die Frau unterschiedlich gerne Medikamente ein.
00:01:51: Die Medikamententreue was auch wichtig ist.
00:01:54: Nein es geht hier wirklich um das Mann-und-Frau-unterschiedliche Hormonsituation Und hat da seinen Einfluss auf Medikamente?
00:02:01: Das war so spannend für mich dass ich gesagt habe Ich möchte mich damit mehr beschäftigen und seit circa fünf Jahren versuche ich hier alle Literatur die es gibt dazu Hier zu lesen und zu bewerten selbst auch in Studien beteiligt zu sein und noch mehr Informationen zu bekommen.
00:02:16: Und es gibt bei manchen Medikamenten schon ganz gut etwas, also zum Beispiel bei bestimmten Schmerzmedikament oder Psychopharmakern.
00:02:25: Bei anderen sind wir noch ganz am Anfang.
00:02:28: Bei
00:02:28: den Schmerzen-Medikament ist ja schon interessant.
00:02:32: Also die Frauen gelten immer wieder als wehleitigeres Geschlecht und sie jammern so viel und dergleichen und gleichzeitig kriegen Frauen die Kinder.
00:02:43: Ich weiß nicht, wie das wäre, wenn ich standartmäßig Kaiserschnitt hätte.
00:02:46: Wenn Männer die Kinder bekämen.
00:02:48: Das heißt da gibt es einfach unterschiedliche Aspekte.
00:02:53: Können Sie vielleicht am Beispiel Schmerz deutlich machen?
00:02:56: Was ist da der Unterschied und was hilft Frauen besser?
00:03:01: Und was hilft ihnen schlechter?
00:03:03: auch, was das Nebenwirkungsprofil angeht?
00:03:05: Prinzipiell muss man da unterscheiden in welcher Hormonsituation die Frau isst.
00:03:11: Das ist ganz wichtig.
00:03:12: Das heißt also junge Frauen, Frauen wohl so hier Oestrogene eine große Rolle spielen.
00:03:18: die unterscheiden sich ganz wesentlich vom Ansprechen zum Beispiel von Morphine als einem starken Objahr, einem starker Schmerzmittel von den Männern weil hier die Oestrogene dafür verantwortlich sind das also hier Morphin im Körper an speziellen Stellen sogenannten Rezeptoren dort stärker andockt und stärker wirkt.
00:03:39: Wenn man das jetzt aber weiterspielt und sagt, wir sind noch nicht so weit.
00:03:42: Wir berücksichtigen das nicht!
00:03:44: Wir haben eine Standarddosis.
00:03:46: Dann kommt diese Standarddose vom Morphin aus Studien an Männern.
00:03:50: Das heißt dass die Frauen, junge Frauen ungefähr bis zur Menopause also das heißt also hier ab Beginn fünftig hier einfach überdosiert sind und damit die Gefahr von Nebenwirkungen größer ist.
00:04:04: Und das konnte man auch nachweisen, sie haben mehr Übelkeit auf diese starken Analgetik hat.
00:04:09: Teilweise auch Probleme dass sich schlecht atmen können.
00:04:13: Das nennt sich Atemdepression also auch lebensbedrohliche Zustände häufiger beschrieben sind als bei Männern.
00:04:18: Und man müsste bei Frauen und die Richtung geht es schon, hinsichtlich dieser starken Schmerzmedikamente wirklich langsamer antitrieren.
00:04:27: Niedrigere Dosierungen nehmen als bei den Männern.
00:04:29: Ab der Menopause wenn die Oestrogene zurückgehen, da nivelliert sich der Unterschied dann im Bereich der Schmerztherapie das heißt bei Patientinnen und Patienten über sixty fünf kann man dann sagen dass hier annähern die Wirkung auch die Nebenwirkung ähnlich oder gleich sind.
00:04:47: Aber ansonsten auch zum Beispiel ein anderes Präparat, das hier sehr gerne verwendet wird.
00:04:52: Das nennt sich Ibuprofen.
00:04:54: Es gibt es in der Apotheke sogar schon ohne Rezept, dass man hier auch weiß, also beim Männern dieses Produkt schneller wirkt, intensiver wirkt als bei Frauen.
00:05:05: Und das ist also hier dabei dann irgendwie kärterweise die Frauen sagen ich spreche überhaupt nicht auf das an des Medikamentes.
00:05:12: Die müssten da eine etwas höhere Dosis nehmen damit sie einen Ansprechjahr haben.
00:05:17: Also Sie sehen dass es ganz unterschiedlich.
00:05:19: Gerade das Ibuprofen wird ja sehr häufig im Zusammenhang mit Regelbeschwerden genommen.
00:05:24: Das heißt daneben Frauen eigentlich ein Medikement was leider nicht so wahnsinnig wirksam ist?
00:05:30: Ja!
00:05:32: Prinzip schon.
00:05:33: Wenn ich aber jetzt weiß, dass also hier... Ich sage mal die Dosierung in den Tabletten, die sie nehmen so eigentlich hoch ist das auch bei ihnen hier ein Ansprech ist wäre dann es einfach so, dass beim Männern einfach eine niedrigere Dosierung notwendig wäre.
00:05:48: Also das heißt wenn ich also hier einen Dexiboprofen mit Vierhundert Millikam habe Dann ist das schon eine sehr hohe Dosierung.
00:05:55: Aber die Standarddosierung beim Instruationsbeschwerben Das heisst das werden die meisten auch einen Effekt haben.
00:06:01: Auf der anderen Seite ist es so, dass man trotzdem hier mal mit Zweihundert Millikanten probieren sollte.
00:06:06: Ob das nicht ausreichend ist?
00:06:08: Weil eben wie gesagt da auch von den Hormonen unterschiedliches Ansprechen aufgezeigt ändert
00:06:15: sich das dann auch nach dem Wechsel, weil es Ibuprofen ist ja auch etwas was so bei Gliederschmerzen und dergleichen genommen wird.
00:06:22: Ist da dergleicht sich der Effekt an oder?
00:06:25: Ja
00:06:25: also ebenfalls ein Effekt der auf die Hormone, auf die weiblichen Hormonen, auf den Sexualhormon, auf das Oestrogen zurückzuführen sind.
00:06:32: Also das ist eigentlich sehr viel, dass also hier das Oesterogen sehr viel dafür verantwortlich ist, dass ich ein unterschiedliches Ansprechen habe von Arzneimitteln aber Frauen zum Beispiel, Medikamente anders verstoffwechseln.
00:06:47: Also in der Leber über ein Enzymsystem und das ist bei Männern und Frauen oft unterschiedlich ausgebildet.
00:06:53: Das heißt also hier manche Medikamente hier bei Frauen langsamer verstoffwechselt werden.
00:06:59: Das heißt, dass sie länger wirken und dann brauche ich niedrige Reduzierungen.
00:07:02: Fentanyl zum Beispiel das ist auch in Pflasterform gibt es zur Schmerztherapie und also hier das beobachtet worden ist und auch bei älteren Frauen.
00:07:10: Also das ist etwas was nicht nur hier vom Östrogen abhängig ist sondern das ist einfach die Physiologie bei den Frauen unterschiedlich hier eine Verstoffwechslung als bei den Männern.
00:07:21: Da ist hier nicht so sehr krass der Unterschied zwischen jungen Frauen und älteren Frauen.
00:07:26: Ich habe
00:07:26: gehört, dass gerade diese Medikamentengruppe, die unter Maras Little Helpers, wenn zu dir Zepine, dass sie auch von Frauen langsamer Verstoff wechselt werden.
00:07:37: Und das heißt es, die dann tatsächlich natürlich auch gerade da viele Hannover haben?
00:07:43: Das hat... und
00:07:45: dass sie das ansprechen.
00:07:46: Das ist das erste, da gibt es ein Präparat dazu, das in Amerika zum ersten Mal eine unterschiedliche Zulassung beim Mann- und Fraubekommen hat in der Dosierung.
00:07:57: Das soll dem.
00:07:58: Und das ist also hier diese sogenannte Z-Substanz sehr ähnlich den Benzodiazebinen wird gerne zum Schlafen verwendet.
00:08:05: Da hat man gesehen die Standarddosierung war zehn Milligramm.
00:08:09: Das war viel zu hoch bei Frauen.
00:08:10: Die sind verwirrt geworden in der Nacht, die sind davon gelaufen und haben dann gar nichts mehr gewusst, hatten diesen Hangover am nächsten Tag so dass sie gesagt haben Studienergebnisse haben gezeigt Real-Life Data Phase vier Studien.
00:08:23: fünf Milligramm ist die Maximaldosis bei Frauen und zehn Milligramme beim Männern.
00:08:27: also das erste Präparat.
00:08:29: was hier schon Mann und Frau in der Dosierung hier unterscheidet aufgrund der Datenlage
00:08:34: Das ist sehr spannend.
00:08:36: Ja, also es geht in die richtige Richtung.
00:08:38: bei Antidepressiva das sind Erfahrungswerte.
00:08:41: Die Psychiater wissen dass man also hier Depressionen treten Bei Frauen hier öfters auf als beim Männern.
00:08:47: Das Ansprechung von Antidepressivern ist bei Mann und Frau ganz unterschiedlich.
00:08:52: Es kommt darauf an welche Neurotransmitter sie beeinflussen.
00:08:56: Da ist es auch so, da muss man einfach schauen wenn ich kein ausreichendes Ansprech habe, switch auf ein anderes Präparat.
00:09:03: Auch langsam mit der Dosierung anfangen.
00:09:06: also das also auch hier berücksichtigen dass hier Unterschiede sind.
00:09:09: Die Frauen müssen niedriger einsteigen oder
00:09:13: auf alle Fälle.
00:09:14: Vor allem wenn sie dann älter werden, dass also hier dann dazukommt.
00:09:17: ich habe eine unterschiedliche Ausscheidung über die Niere.
00:09:20: das heißt auch hier die Nierenfunktion ist beim Männer ausgeprägte schneller.
00:09:25: quasi Die Niere ist ja unser Ausscheitungsorgan Das heißt das bestimmt wie hoch der Anteil ist was also hier vom Medikament quasi den Körper wieder verlässt.
00:09:34: Wenn das geringer ist, dann bleibt es länger im Körper und dann muss die Dosierung angepasst werden Und das ist bei Frauen wieder langsamer.
00:09:42: Das heißt sie scheiden langsame aus als Männer.
00:09:44: Damit muss ich hier aufpassen und noch vorsichtiger sein mit dem Einstieg der Dosierung.
00:09:49: Ich muss dann schon auch rauf gehen wenn ihr nach ansprechen aber langsam damit ich Nebenwirkungen verhindern kann.
00:09:55: Sie haben gesagt, Depressionen sind bei Frauen häufiger als beim Männern.
00:09:59: Die Untersuchung die ich kenne heißt dass die Frauen eher bereit sind ihre Depression behandeln zu lassen und das Betroffenheit eigentlich unter Männern mindestens gleich hoch wäre was sich ja auch in den deutlich vervierfachten Zahlen der Suizidezeit
00:10:15: vollkommen richtig.
00:10:16: Das ist genau das, dass also hier gerade hier Mann und Psychiater, Mann- und psychische Erkrankung – das passt nicht zusammen!
00:10:25: Das ist da einfach fast nicht zur Männlichkeit sich das eingestehen, dass das ja auch eine Erkrankung ist und man da auch Hilfestellung annehmen sollte, sondern man versucht es so wie sie sagen zu verbergen.
00:10:37: was dann zu dramatischen Folgen mit der Suizid dafür gebe ich Ihnen vollkommen recht.
00:10:41: aber auch beim Ansprechen sollten die Männer sich bereit erklären?
00:10:47: Was ich hoffe, dass es mehr werden sollte.
00:10:49: Sich auch also hier Unterstützung zu holen das auch hier die Antidepressiva beim Mann und Frau eben unterschiedlich wirken, je nachdem ob sie auch Servotonin Nordrenalin beeinflussen und was also hier bei der Auswahl auch bei den Psychiatern schon darauf Rücksicht genommen wird.
00:11:05: Es ist
00:11:06: ja eine Nebenwirkung, dasses zur Erreglieren des Funktionen kommt.
00:11:10: Ich kenne, dass das beim Männern angesprochen wird und nicht bei Frauen.
00:11:16: und werden nicht gefragt, ob ihr Ergasmus erleben oder Ergasmas Häufigkeit dadurch beeinträchtigt wurde.
00:11:22: Und ich denke das ist schon auch irgendwie echt mühsam.
00:11:25: Ja?
00:11:26: Auch das ist etwas was sich ändern muss!
00:11:29: Das ist aus der Geschichte, dass sexuelle Dysfunktion scheinbar aus der Historie für die Männer stärker psychisch belastend ist als für Frauen.
00:11:38: Deswegen wird es ja genau... Ich bin ganz bei Ihnen, das ist nicht so.
00:11:42: nur da ist das umgekehrte.
00:11:44: Frauen sprechen über das Nichts.
00:11:46: Frauen tolerieren das, wenn das so sein muss und nicht dann von dem Präparat besser profitiere.
00:11:51: So soll es so sein.
00:11:52: bei den Männern ist das ein Nogo oder ein Ausschlussverdäremt oder ein Faktor für eine schlechte Compliance.
00:11:59: Sie nehmen das einfach nicht weil das ist für sie ganz wichtig dass hier alles funktioniert.
00:12:04: Da bin ich ganz bei Ihnen auch hier in Umdenken, auch hier sexuelle Dysfunktion kann bei Frauen genauso aufdrehen.
00:12:11: Ich
00:12:11: denke es ist wichtig dass Frauen auch wissen das das eine Nebenwirkung sein kann und dass das nichts mit Frigidität oder sonst irgendwas zu tun hat sondern auch biologische Folgen haben können.
00:12:22: Wenn wir auf ein Medikament das sehr häufig verwendet wird und sehr in der Prävention verschrieben wurde Das aspirin Da das einige interessante Veränderungen gegeben, könnten Sie da unseren Zuhörerinnen, Herr Magistra Vanditsch auch sagen, es ist eigentlich der letzte Stand der Wissenschaft.
00:12:44: Aspirin, wir sprechen hier von dem aspirin hundert Milligramm das sehr oft auch als Kinderaspirin bezeichnet wird.
00:12:51: Das nicht zur Schmerztherapie eingesetzt wird sondern um einen Gefäßverschluss zu verhindern und das Blut zu verdünnen.
00:12:59: Um damit bei Patienten die bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten die Gefäße quasi offen zu halten um einen weiteren zu verhindern.
00:13:08: Das wurde aber auch Frauen und Männer als Prävention empfohlen sehr lange.
00:13:14: D.h.,
00:13:14: jede, die ein gewisses Alter erreicht, kriegt dann das Kinderaspirat verschrieben.
00:13:20: Gott sei Dank ist man davon jetzt!
00:13:22: sehr weggegangen, weil man gesehen hat das also doch hier ein erhöhtes Blutungsrisiko vorliegt in der Langzeitgabe.
00:13:29: Weil die schlucken das jeden Tag und dass also hier einfach Mikroblutungen auftreten es zu einer Zerstörung des Mikrobiomes auch kommt und es kommt zu Blutungen.
00:13:38: Und deswegen war Gott sei Dank so einen nutzten Risikobewertung auch in zahlreichen Studien sodass man eben gezeigt Nicht zur sogenannten Primärprävention, also wirklich schon absolute Vorbeugung.
00:13:50: Also ab fünfzig schlucke ich mein Aspirin damit ich keinen Herzinfarkt kriege?
00:13:53: Nein!
00:13:54: Ja vielleicht schützt mich das ein bisschen mehr aber die Startnage hat es nicht gezeigt und nicht bestätigt.
00:14:00: Es schützte mich nicht mehr für Herzinfakt Aber sie erhöht das Blutungsrisiko enorm.
00:14:04: Und deswegen in all den Guidelines- und Richtlinien hat man gesagt Sekunderpräventions Das heißt wenn ein Event da war Dann natürlich, dann ist klar.
00:14:14: Dann brauche ich es ja und dann muss ich es in der Dauertherapie geben.
00:14:18: Teilweise wenn es ein Myocardinfaktor und das wurde ein Stent gesetzt sogar mit einem anderen Medikament noch in Kombination für eine kurze Zeit.
00:14:25: aber ja das ist richtig!
00:14:26: Und besonders bei Frauen ist diese reine Prävention Vorbeugung bevor noch ein Event da war abzulehnen weil hier das Buttungsrisiko sich gezeigt hat dass es noch höher war als beim Männern.
00:14:39: Das hat sehr lange gedauert, weil die Untersuchungen tatsächlich ja nur an Männern stattgefunden haben.
00:14:45: Und bei Männern hatte es dann noch eher funktioniert.
00:14:48: aber auch jetzt bei Männer nicht mehr in der Prävention oder?
00:14:52: Nein, auch beim Männer nicht.
00:14:54: Aber genau das ist der Punkt, dass eigentlich erst seit kurzer Zeit, soll es drei Jahre sein von der EMMA unserer Zulassungsbehörde in Europa gefordert wird.
00:15:03: Wenn neue Medikamente – da ist die Betonung halt auf Neue-Medikamente in den Handel kommen -, dass hier dabei sehr wohl bei den Studien blieben werden muss, dass ansprechen die richtige Dosierung Mann und Frau.
00:15:16: Und das braucht bis es in der Praxis dann wirklich relevante Ergebnisse zeigt ja so dass jetzt die ersten neuen Präparate mit diesen unterschiedlichen Dosierungen kommen.
00:15:26: Magistra Anders, ich bin sehr froh dass Sie sich mit dem Thema beschäftigen und damit einfach uns allen wie auch in der Frauengesundheit aktiv sind die Möglichkeit geben da ja sich auch informieren zu können.
00:15:40: gibt es noch weitere Medikamente wo sie sagen da müssen wir drauf schauen?
00:15:46: Ja das ist ein großes Anliegen und zwar ist der Einsatz von Beta-Blockern.
00:15:51: viele Frauen entwickeln, eben auch in diesem Fall aufgrund von Abnahme der Sexualhormone.
00:15:58: Im Beginnenden also hier Menopausalbereich den sie dann erreichen so ab fünfzig plus einen höheren Blutdruck zu entwickeln und es ist so das reflexartig hier sehr gerne sogenannte Beta-Blocker verabreicht werden.
00:16:13: Und diese Beta Blocker, gerade bei Frauen sehr stark zu einer Abnahme der Herzfrequenz führen und damit zur Schwindelsymptomatik, zum Müdigkeit führen, zur Antriebslosigkeit und hier wirklich bei dieser Gruppe mit ganz niedrigen Brösandossierungen gestartet werden soll um zu sehen wie die Patientin drauf anspricht bzw eventuell andere Blutdrucksenker eingesetzt werden auch bitte für mal berücksichtigen.
00:16:42: Warum nicht?
00:16:43: Wenn der Blutdruck nicht also hier so extrem hoch ist, dass man also hier sagt, man kann hier schon auch mit den entsprechenden pflanzlichen Produkten, miter also hier Phytopharmaka, ja also nicht mit Cs sondern mit standardisierten Produkten versuchen hier möglichst Nebenwirkungsarmen dem Blut druck zu senken.
00:17:00: Ist es dann notwendig, Blut Druck Medikamente zu nehmen?
00:17:03: Ja klar aber bitte bei Betablokern vorsichtig.
00:17:07: und natürlich das zweite die Gruppe Calcium antagonisten.
00:17:10: Das ist also das Amlodipin, sicher auch schon gehört wird sehr gerne auch in Kombination mit anderen eingesetzt.
00:17:17: Frauen bekommen unter Amlodypin wesentlich häufiger Beinödeme als Männer vielmehr diese Wassereinlagerung die sehr unangenehm ist Die also wer möchte schon gern als Frau so dicke Beine haben abgesehen davon dass es schmerzt.
00:17:30: das heißt da gibt's zwei Sachen niedrig dosieren starten und die Dosis am Abend geben weil dann also die beine hochgelagert sind beim schlafen und damit diese beiden Ideen reduziert werden.
00:17:41: Also ich glaube und bin davon überzeugt, dass die Sensibilisierung jetzt schon gegeben ist.
00:17:48: Mann-und Frau sind nicht gleich das ist angekommen bei vielen praktischen Ärzten, dass sie das berücksichtigen und sagen Ich muss bei der frau aufpassen um mir einfach Nebenwirkungen zu reduzieren mit der Dosierung bei bestimmten Produkten bei bestimmter Präparaten.
00:18:04: Das hörte ich jetzt zum ersten Mal.
00:18:06: Das ist natürlich etwas, wo ganz viele Frauen auch auf diese schweren Beine und so darunter leiden.
00:18:16: Und das gilt dann als Bindegewebsschwäche und zu wenig.
00:18:20: Da kann tatsächlich mit den Medikamenten zu tun haben.
00:18:25: Ich hab immer wieder gefragt, wo
00:18:27: finde
00:18:28: ich Ärztinnen, die das berücksichtigen?
00:18:32: Da bin ich so ein bisschen da, weil die einen haben das Kardiologische.
00:18:36: Die anderen, wie Sie Gott sei Dank diese pharmazeutischen Sachen.
00:18:41: und wo können eigentlich Frauen diese geschlechtsspezifischen Informationen auf der Medikamentenforschung besten finden?
00:18:50: Indem sie bei Ihnen anrufen!
00:18:51: Ein bisschen schwierig, ja.
00:18:53: Vielen Dank!
00:18:55: Ich freue mich trotzdem, dass es schon hier eine Gesellschaft gibt für Gendermedizin – die kann man googeln.
00:19:01: Da haben wir österreichweit jetzt wirklich Expertinnen wie zum Beispiel Frau Professorat, die sich dafür sehr viel einsetzt oder auch viele verschiedene.
00:19:13: In Linz gibt es Experten, so wie Sie gesagt haben natürlich oft spezialisiert InternistInnen Kardiologen hier dabei, Psychiaterinnen auch.
00:19:22: Aber das ist eine schon wachsende Community und die findet man im Internet.
00:19:27: Die machen auch Kongresse, die machen Veranstaltungen, schreiben Artikeln in zahlreichen verschiedenen Zeitschriften, also für Patienten bezogene medizinische Zeitsschriften so dass sich da viel tut.
00:19:39: wir sind natürlich noch am Anfang aber ich glaube es ist prinzipiell einmal angekommen.
00:19:46: Ich sollte aufpassen, ich sollte bei bestimmten Dingen einfach überlegen.
00:19:50: Es sind noch nicht sehr viele, es ist noch überschaubar auch die Anzahl der Expertinnen, die sich damit beschäftigen und natürlich auch die Anteil der Medikamente wo ich eine gute Evidenz habe.
00:20:01: aber es ist im steigenden, es is dem zunehmend und es ist eine Sensibilisierung da einmal prinzipiell bis zum Patienten schon hin.
00:20:11: Es gibt einen Unterschied!
00:20:12: Frau und Mann schauen nicht nur anders aus Sondern von der Physiologie, wie die Fettverteilung ist.
00:20:18: Wie die Metabolisierung ist?
00:20:19: Wie die Ausscheidung ist?
00:20:21: Ja!
00:20:21: Wie die Hautzusammensetzung ist das ist einfach anders und das müssen wir viel mehr berücksichtigen.
00:20:27: schon bei der Forschung
00:20:28: gibt es noch andere Medikamente, wo man sozusagen.
00:20:31: da muss man genau darauf achten.
00:20:33: Also zum Beispiel fand ich interessant dass das Johanneskraut Öl die Johannes Kraut Präparate eine Auswirkung auf die Metabolisierung der Pille haben ist habe ich mal gelesen.
00:20:44: und was sie die Wirkung die verhütende Wirkung der Pile herabsetzen könnte war ja eine Katastrophe ist wenn Frauen das nicht wissen oder das zB Die Pillendosierung von einer Kilo Frau ausgeht und nicht von hundertzwanzig Kilo oder so.
00:21:03: Wir haben die Dimension geschlecht, aber wir haben ja auch unterschiedliche Körperkonstitutionen.
00:21:09: Ist es?
00:21:10: Das heißt, wir gehen da natürlich noch weiter – wir gehen dann nämlich in Richtung, dass jeder Mensch einen unterschiedlichen Metabolismus hat und eigentlich also hier sechs Gender ein großes Thema ist, aber eigentlich die Genetik auch noch mit ins Spiel kommt.
00:21:27: Das heißt wenn ich jetzt sage Ja, Johannes Kraut absolut wichtig zu wissen ist eingenommen, aber nur als Extrakt bitte.
00:21:35: Nicht als Tee.
00:21:36: Tee ist egal da sind die... Ist der Wirkstoff, der dafür verantwortlich ist dass andere Substanzen schneller abgebaut werden?
00:21:43: Der isst zu geringem Tee, das macht nichts auch wenn sie zwei Liter Tee trinken ja!
00:21:47: Aber diese Extraktkapseln die es gibt, die ja auch bei Depression eingesetzt wird wo's eine gute Studienlage gibt sogar versus synthetischen Antidepressivern.
00:21:56: Das soll also hier diese Substanze den Abbau vieler anderer Substanen beschleunigen und die Resorption von Österreich, also die Aufnahme von Österreich aus der Bille, aus diesen Präparaten reduzieren können.
00:22:09: Und all diese Präprate... Die Bille ist ja schon so niedrig dosiert wie notwendig hier.
00:22:15: Das heißt wenn ich da eine Resorptionsstörung habe, dass es nicht alles aufgenommen wird, dann hab' ich nicht die Sicherheit von hundert Prozent sondern nur mehr achtzig Prozent oder neunzig Prozent.
00:22:24: das ist zu wenig und das ist etwas was natürlich auf alle Fälle die Information rauskommen muss.
00:22:31: Eine ganz große Rolle spielt, dass es natürlich Johannes Kraut Babys gibt.
00:22:36: Also was hier Schwangerschaften aufgetreten sind die nicht in erster Linie gewünscht waren weil man geglaubt hat das man eigentlich verhütet nur leider mit Johannes Krautextgrad dazu dass man zum Beispiel genommen hat wegen so saisonaler Depression Melancholie im Winter empfohlen bekommen hat dass das dazugeführt hat dass die Biele nicht ausreichend von Schutz gewährleistet.
00:22:58: vollkommen richtig muss man beachten müssen Die Ärzte, aber auch die Apothekerinnen.
00:23:02: Weil oft holt man sich diese Präparate in der Apotheke und unbedingt die Patienten informieren.
00:23:07: Also es ist wichtig dass die Expertinnen hier wirklich auf das schauen und dieses Wissen auch weitergeben um das also solche wie sagt man jetzt also hier Unfälle dann also nicht passieren.
00:23:20: Ein
00:23:20: Teil unserer Strategie als Frauengesundheitszentrum in Vorträgen und dergleichen genau darüber noch zu informieren.
00:23:27: Gibt es noch Medikamente, wo sie sagen sollten Frauen wissen?
00:23:32: Also das ist eigentlich so Depression, Antidepressiver-Betterblocker am Lodibin als kardiovaskuläre Medikamente.
00:23:40: Das Asperin mit dem erhöhten Blutungsrisiko, wo es die Daten eben auch tut wie das Zoldem also die Benzodiazepine aufpassen.
00:23:48: aber das ist prinzipiell so.
00:23:49: da sehe ich also hier bei generell bei den Benzos natürlich eines hier so kurz wie notwendig und in der Dosierung immer gerade braucht.
00:23:58: ja das sind eigentlich so die wichtigsten die mir Doch
00:24:02: gehört das Evoprofenfeld darunter oder nicht drunter?
00:24:05: Also die Antirheumatika.
00:24:07: Ja,
00:24:08: das haben wir auch schon angesprochen.
00:24:10: genau dass man hier sagt aber da geht es auch sehr im das Detail, dass man sagt die entzündungshemmende Komponente.
00:24:17: Also es gibt ja die Schmerzlinne und die Entzündungshemmende.
00:24:20: Und sie hängen sehr eng zusammen, und das ist vor allem die entzündungshemmende Komponente, die bei Frauen geringer ist als beim Männern.
00:24:28: Das kann sein aber wie gesagt schon angesprochen meistens nehmen Sie eh alle ein Vierhundert Millikamp gleich.
00:24:35: also obwohl Zwei-Hundert Millikum die Standarddossierung wäre.
00:24:38: Das heißt in der Dossierung wird es egal sein und wird der Effekt bei Mann und Frau Aber bei Zweihundert Millikanen kann es schon sein, dass es bei Männern rascher diese Entzündung nimmt.
00:24:49: Also diese rötenden Wärmenden stellen an den Gelenken besser reduziert wird beim Männern als bei Frauen.
00:24:55: Frau Magistra Anditsch das war ein sehr spannendes interessantes Gespräch.
00:25:01: ich möchte den Kontakt gerne aufrechterhalten weil dieser Information sind Frauen sehr, sehr interessiert.
00:25:09: Und vielleicht gibt es da die Möglichkeit dass wenn sie dann neue Erkenntnisse haben mich einfach einkupieren?
00:25:16: Absolut!
00:25:17: Es wird sich viel tun Gott sei Dank wie gesagt weil auch die gesetzlichen Auflagen jetzt ein andere sind und es wird ankommen in Österreich und wir werden bessere Daten haben.
00:25:27: ich glaube ein Update auf alle Fälle.
00:25:29: also ich glaube das schon in einem Jahr hier wieder neue Erkennisse da sind von denen dann wirklich profitieren, wenn sie es erfahren und wenn auch also die Patientinnen mit diesen Erfahrungen zu ihren Ärzten gehen und sie darauf hinweisen.
00:25:42: Und sagen gibt's da eh kein Problem zwischen Mann und Frau?
00:25:45: Interessante
00:25:46: ist das leider diese Informationen der Frauen an die MedizinerInnen ganz oft nicht ernst genommen wird.
00:25:53: Das haben wir bei, zum Beispiel, Hormonspirale oder bei verschiedenen Medikamenten.
00:25:59: Da heißt Sanasi sind jetzt die Erste, die das hat und ich finde es sehr wichtig Frauen zu ermutigen auch dieses Selbst wenn sie die erste bei dem Arzt sind, sind Sie vielleicht nicht die Ärzte insgesamt?
00:26:10: Und der Arzt profitiert auch davon ja weil er dann auch sein Erfahrung natürlich größern kann und das kommt ja nächsten schon wieder zugute.
00:26:20: also Nicht aufgeben dran bleiben nachfragen lieber einmal mehr als einmal so wenig.
00:26:24: Ja,
00:26:25: kommt geplantet.
00:26:26: Ich danke Ihnen sehr herzlich für das Gespräch und ich hoffe wir können es irgendwann fördern mit den neuen Damen.
00:26:32: Vielen Dank!
00:26:33: Danke für das gute und sehr konstruktive Gespräch.
00:26:36: Hat mich sehr gefreut.
00:26:37: Toi toi toi weiterhin und bis auf breit.
00:26:39: Dankeschön, danke!
00:26:43: Das war die Sendung Frauengesundheit in Leer Mit Aline Hallhuber und Marietta Hayek vom Frauengesundheitszentrum Salzburg.
Neuer Kommentar