Meine Gesundheit – meine Entscheidung!
Shownotes
Es ist nicht so einfach sich bei Gesundheits- und Krankheitsthemen zurecht zu finden. Dr. Google liegt bei fast 90Prozent falsch, die Nachbarin kennt sich vielleicht doch nicht so gut aus und auch die Heilsversprechen in Social Media sind oft teuer und wirkungslos. Eine hilfreiche und aktualisierte Broschüre bietet allen Interessierten Orientierung und ist sehr gut verständlich: Meine Gesundheit- meine Entscheidung! Vom Dachverband der österreichischen Sozialversicherung (Dez 2025) veröffentlicht. Die Autorinnen Marlene Pretis-Schader und Ulla Sladek sind vom Frauengesundheitszentrum in Graz und erklären im Gespräch mit Aline Halhuber, was es braucht, um gute Entscheidungen für die eigenen Gesundheit treffen zu können.
Broschüre „Meine Gesundheit – meine Entscheidung!“ Dachverband der österreichischen Sozialversicherung, 2025: https://www.sozialversicherung.at/cdscontent/?contentid=10007.844514&portal=svportal
Frauengesundheitszentrum Graz: https://www.frauengesundheitszentrum.eu/
Foto: Rita Obergeschwandner
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00:00:03: Ja, hallo liebe Hörerinnen und Hörern!
00:00:15: Heute habe ich zwei Frauen zu Gast die Malermannung nach den Oberexpertinnen zur Gesundheitsfragen, zur Gesundheitskompetenz sind.
00:00:27: Und ich freue mich besonders dass wir heute über eine sehr gelungene Broschüre sprechen können.
00:00:34: Sie heißt meine Gesundheit, meine Entscheidung und ist vom Dachverband der österreichischen Sozialversicherungen veröffentlicht worden.
00:00:44: Und die beiden Autorinnen sind Marlene Pretis-Schader.
00:00:49: Sie ist Gesundheits- und Pflegewissenschaftlerin und arbeitet im Bereich als Beraterin wissenschaftliche Mitarbeiterin zu Frauengesundheit und Gesundheitskompetenz.
00:01:01: Hallo
00:01:01: Marlene!
00:01:02: Hallo, Aline.
00:01:03: Danke für die Einladung!
00:01:04: Die zweite,
00:01:05: die ich da habe ist Ula Sladek.
00:01:08: Ula ist Soziologin, Expertin for Health Literacy, Gesundheitskompetenz, Geschlecht und Gesundheit, Diversity – beide sind Mitarbeiterinnen des Frauengesundheitszentrums in Graz, also unserer Schwester-Einrichtung in der Steuermark.
00:01:26: Hallo, Ula.
00:01:26: Hallo.
00:01:27: Vielen Dank für die Eiladung, Alina
00:01:29: Diese Broschüre, meine Gesundheit, meine Entscheidung ist gerade veröffentlicht worden und kann kostenlos angefordert werden.
00:01:38: Wo kann man denn das anfordern?
00:01:40: Die
00:01:40: Broschüre kann man einerseits im Internet auf der Seite der Sozialversicherung herunterladen.
00:01:49: Man kann sie als Ganzes herunter laden, man kann die einzelnen Kapitel in eine barrierefreien Version herunterladen und wenn man sie dort gefunden hat, dann kann man sie auch als Druckversion bestellen Und am besten, glaube ich, findet man sie.
00:02:07: Wenn man in einer Suchmaschine eingibt Sozialversicherung und den Titel Meine Gesundheit, meine Entscheidung ist meine Erfahrung, dann ist man am schnellsten dort.
00:02:17: Wie ist es zu dieser Broschüre gekommen?
00:02:19: Warum gibt das das und warum
00:02:21: brauchen wir's?
00:02:22: Ja da würde ich gern ein bisschen erzählen über diese Broschure oder die Geschichte dieser Broschiere.
00:02:28: Die Broschüre auf der unserer jetzige auch aufbaut oder aus der sie entstanden ist, ist von der Deutschen Technikerkrankenkasse herausgegeben worden.
00:02:39: Die hat geheißen Kompetent als Patient und es ist viel vermittelt worden was Versicherte brauchen um gute Gesundheitsentscheidungen zu treffen und auch eben um mitzuentscheiden, mitzuwirken sich zu beteiligen ernst genommen zu werden.
00:02:54: Und das hat die Sylvia Groth, die frühere Geschäftsführerin des Frauen-Gesuntherzentrums aufgegriffen wichtig, dass es so eine Broschüre zu einem Handwerkszeug für Versicherte in Österreich gibt und hat diese Broschere für den österreichischen Kontext überarbeitet.
00:03:13: Und da hat es dann fünf Auflagen gegeben – das war bei uns natürlich geheißen kompetent als Patientin und Patient – fünf Auflagen an denen die Marlene und ich gearbeitet haben.
00:03:24: und seit diesem Jahr gibt's jetzt eine völlig neue überarbeitete Broschüre mit dem Titel Meine Gesundheit, meine Entscheidung.
00:03:35: Die eben auch herausgegeben und finanziert ist vom Dachverband der Sozialversicherungsträger.
00:03:40: Habe
00:03:40: ich in dieser Zeit seit der ersten Variante und heute ja immens viel getragen?
00:03:46: Da braucht es natürlich auch ganz neue Informationswellen und die Einschätzung dieser Informationsquellen.
00:03:56: Ja, ich finde das sehr gelungen.
00:03:57: Sie ist extrem gut verständlich und ich freue mich dass es auch wirklich... Ich denke auch Menschen die nicht mittagsbrachlich deutsch sind können das gut verstehen und auch Menschen sich schwer tun mit dem Lesen.
00:04:12: Das ist eine schöne Rückmeldung dazu.
00:04:14: Auf das wollten wir abzielen, genau.
00:04:16: Wir wollten eine Broschüre machen die noch leichter verständlich ist und für viele Menschen ermöglicht dass sie eben mitwirken wenn es um ihre Gesundheit geht und mitentscheiden.
00:04:28: Warum
00:04:29: brauchen wir die Broschüre?
00:04:30: Ja, weil die Herausforderungen sind nicht weniger geworden.
00:04:35: Also ich denke es ist ... ... war diese erste Auflage unserer Broschürer.
00:04:42: Das sind jetzt schon elf Jahre vergangen und ich denke das hat sich schon einiges getan was die Rolle der Patienten betrifft dass es inzwischen klarer ist, dass es total wichtig ist ihre Bedürfnisse mit einzubeziehen und sie einzubeziehen in Entscheidungen.
00:05:01: Aber die Herausforderungen sind einfach größer geworden, wir haben ja was wie er in dieser Broschüre neu drinnen hat zu Themen wie Informationen im sozialen Medien, Informationen, die KI-Chatbots bereitstellen.
00:05:14: Digitale Gesundheitsanwendung, da sollen die Leute ja nutzen, dann muss man sich aber auskennen damit mir da keine Scheu hat und damit die Nutzung sicher ist.
00:05:26: also es gibt so eine riesige Flut an Gesundheitsinformationen im Internet, den sozialen Medien über KI.
00:05:32: Dass es so eine Broschüre die eine Orientierung bietet auf jeden Fall braucht finde ich.
00:05:39: Malene kann das sicher noch was beitragen?
00:05:42: Ja auch was die Orientierung im Gesundheitswesen betrifft ist ja auch einiges dazu gekommen.
00:05:48: Es hat ja österreichweit Bemühungen gegeben eine Telefonhautlein einzurichten wo man einfach auch einmal anrufen kann wenn man gesundheitlich Beschwerde hat, wo man dann an die richtige Stelle verwiesen wird.
00:05:59: Und ganz viele in Österreich kennen die nicht und kennen die Funktionen nicht dieser Hotline.
00:06:03: und ja all diese Dinge und Neuerungen oder Webseiten mit guten Informationen, die man nutzen kann als Bürgerinnen, als Bürger sind noch in diese Poschüre reingekommen.
00:06:13: Die Telefonnummer der Hotline ist vierzehnfünfzig.
00:06:16: Das war ja früher das Corona-Telefon und ich hab's selber schon ein paar Mal genutzt, dass es ganz hilfreich um abzuklären, ist das jetzt was sich gemütlich zu Hause aussitzen kann?
00:06:27: oder soll ich vielleicht
00:06:29: doch einen
00:06:29: Arzt, Ärztin oder ins
00:06:31: Krankenhaus?
00:06:32: Genau!
00:06:33: Meines Wissens hat es vierzehntfünftig vor Corona auch schon gegeben aber es wurde dann ganz stark dafür genutzte.
00:06:40: Und jetzt ist es wieder so, wie du sagst.
00:06:42: Eine gute Möglichkeit gerade außerhalb von den Ordinationszeiten sich schnell Auskunft zu holen.
00:06:51: eben was kann ich selber tun?
00:06:53: oder soll ich in die Klinik fahren?
00:06:55: Oder soll ich am nächsten Tag eine Arztpraxis aussuchen?
00:06:58: genau
00:06:59: Das finde ich schon sehr hilfreich, weil ich auch gemerkt habe, wenn man im Krankenhaus... Also mich haben's dann ins Krankenhaus geschickt.
00:07:06: Dass es dort einen Unterschied macht ob ich über vierzehn-fünfzig sage?
00:07:11: Ich hab vierzehnt-fünftig angerufen die haben mich geschickt.
00:07:14: Also da ist das Willkommen geheißen werden schon ein anderes.
00:07:19: Das heißt, ich bin nicht eine die nur was grad Wochenende ist in die Ambulanz marschiert sondern sehr wohl ein handfestes gesundheitliches Problem dahinter steht.
00:07:28: also ich finde dass eine sehr hilfreiche Strategie
00:07:32: und
00:07:33: in eurer Broschüre finde ich ja auch sehr gut dass einerseits gewarnt wird wenn nur elf Prozent der Informationen, die man im Internet findet wirklich gut aufbereitet sind.
00:07:45: So dass man da auch eine hilfreiche Entscheidung treffen kann und
00:07:49: wobei die elf Prozent nur die österreichischen Print Medien und deren Online-Ausgaben war.
00:07:57: Das waren die elf Prozent, wo die Universität für Weiterbildung in Grems vor vielen Jahren jetzt schon herausgefunden haben – die Informationen entsprechen dem aktuellen Stand der Wissenschaft.
00:08:11: nur elf Prozent!
00:08:13: Das ist
00:08:13: ja noch schlimmer.
00:08:14: Genau,
00:08:15: weil
00:08:16: da ist nicht das was die Nachbarin empfiehlt oder die Influencerin.
00:08:21: Wie du sagst, ist es im Internet in sozialen Medien noch schlimme?
00:08:25: Ja, könnte man davon ausgehen.
00:08:27: Aber es gibt trotzdem gute Informationen im Internet und wo sie gibt findet man zum Beispiel in unsere Broschüre.
00:08:35: Das heißt, es hilft mir bei der Einordnung der Quellen Genau.
00:08:39: Sie sind ja sehr unterschiedlich und auch sehr unterschiedliche zu beurteilen.
00:08:44: Vielleicht könntet ihr sagen, was ist wichtig zu berücksichtigen wenn man eine Gesundheitsinformation in Anspruch nimmt?
00:08:52: Ja da gibt es ein paar Kriterien die man sich vor Augen halten kann damit man beurtenen kann ob eine Information verlässlich ist oder nicht.
00:09:01: zum einen sind in der Broschüre gute Gesundheitsplattformen drinnen wo wir wissen weil sie überprüft worden sind, die recherchieren sorgfältig.
00:09:10: Die sind am aktuellen Stand der Wissenschaft und da kann ich mich darauf verlassen.
00:09:14: aber wir wissen ja dass die Leute auch außerhalb dieser paar Plattformen im Internet unterwegs sind manchmal gar nicht selber suchen sondern man wird einfach konfrontiert mit Gesundheitsinformationen unter Anführungszeichen durch Social Media Beiträge googelt etwas und kriegt dann gleich eine KI-Zusammenfassung geliefert.
00:09:34: Und wir verweisen jetzt in dieser Broschüre auf einer Checkliste von der Universität für Weiterbildung in Krems, die haben ein paar Kriterien.
00:09:42: Ich kann sagen, ein wichtiges Kriterium ist das keine Werbung zu finden bei dieser Information, dass es eben von einer unabhängigen Stelle kommt.
00:09:52: Woran kann man das erkennen?
00:09:53: Wenn jetzt in einer Information etwas verkauft werden soll – ein bestimmtes Produkt, Werbung erkennt, dann muss man auf jeden Fall kritisch sein.
00:10:02: Aber es ist natürlich manchmal auch viel subtiler wenn man merkt dass eine Maßnahme zum Beispiel ein Medikament besonders hervorgehoben wird und andere Möglichkeiten die man hat um mit einer Krankheit umzugehen werden weniger beschrieben oder wären vielleicht sogar abgewertet ist es keine besonders ausgewogene Information Das heißt so eine gute Information, die sagt mir immer welche Möglichkeiten gibt es überhaupt.
00:10:28: Und was sind die Vor- und Nachteile dieser Möglichkeiten?
00:10:31: Und je ausgewogener das beschrieben wird, desto eher kann ich diese Informationen vertrauen.
00:10:36: oder dass sich irgendwo auch den Hinweis bekommen auf welcher Quellen wir dazu gegriffen.
00:10:42: Weil man kann ja alles behaupten!
00:10:44: Man kann jegliche Aussage einfach hinschreiben oder man gibt Quellen an.
00:10:49: Es ist schon mal ein Zeichen dafür dass es eine verlässlichere Information ist, als wenn das total fehlt.
00:10:55: Das wären so zwei Kriterien die man sich immer hernehmen kann, wenn man Informationen bekommt zu einem Gesundheitsthema oder auch das beschrieben wird wie sicher diese Aussagen sind.
00:11:07: also Das ist nicht alles ganz klar in der Medizin.
00:11:12: Woran man auch erkennen kann, dass eine Gesundheitsinformation gut ist?
00:11:17: Ist wenn die Autorinnen und Autoren auch eine Aussage dazu treffen wie... Wie aussagekräftig die Studien sind, die dafür verwendet worden sind.
00:11:27: Also wie sicher wird das eigentlich überhaupt wissen?
00:11:30: Es ist nicht alles durch verlässliche Studien abgesichert in der Medizin und deshalb ist es wichtig zu sagen wir wissen das ganz klar.
00:11:38: da gibt's eindeutig Studien oder dass wird in der Praxis oft gemacht.
00:11:44: Da gibt es Erfahrungswerte dazu aber wir wissen dies nicht sicher.
00:11:47: wahrscheinlich nützt es aber wir können uns nicht belegen oder wahrscheinlich nützen sie nicht.
00:11:52: Es ist nicht immer ganz einfach zu nehmen als Leserin, als Nutzerin, Nutzer von Gesundheitsinformationen.
00:11:59: Aber eigentlich ist es ganz wichtig und das ist ein klares Zeichen dafür, dass da wissenschaftlich gearbeitet
00:12:04: wird.".
00:12:05: Und
00:12:05: das heißt wenn das in einer Aussage dazu gesagt wird?
00:12:09: Ist das schon ein Qualitätskriterium?
00:12:12: Ja!
00:12:12: Weil tatsächlich wissen wir ja nicht zum Beispiel ob warme Umschläge helfen weil es so noch nicht untersucht wurde.
00:12:20: Wenn sie sich gut anfühlen können trotzdem okay sein, aber es ist vielleicht nicht sinnvoll das als einzige Maßnahme zu machen.
00:12:27: Genau oder im Grunde muss sich wenn ich eine Entteidung triff immer abwägen was auch der möglichen Schaden und manche Maßnahmen haben keinen wahrscheinlich einen schaden andere vielleicht schon abwähgen wenn etwas noch nicht so gut untersucht ist.
00:12:45: oder sind Dinge die ich selber anwende auch was für ein schaden kann?
00:12:50: dass haben wir nicht das macht dass anderes nicht mache, zum Beispiel.
00:12:53: Zum
00:12:54: Beispiel nicht zum Arzt gehe und gegebenenfalls nicht ein wirksameres Medikament als die warmen Umschläge verwende.
00:13:02: Genau,
00:13:02: aber da gibt es auch eine gute Infokwelle inzwischen auch auf der Seite von der Sozialversicherung, gute Punktgesundheit ist so eine Unterseite.
00:13:10: Da wird wissenschaftlich belegt welche Hausmittel oder eigenen Anwendungen oder Selbstversorgung auch gemacht werden kann von den Versicherten.
00:13:22: also da kann man reinschauen wenn man eben kleinere Beschwerden hat was man tun kann zum Beispiel vierzehnfünfzig anholfen das abklären und dann schauen was kann ich machen selber?
00:13:32: Ein weiteres
00:13:33: Thema, das ihr in der Broschüre behandelt ist die Frage wie führe ich ein gutes Gespräch mit Ärztinnen und Ärzten.
00:13:42: Warum brauchen wir eine Gesprächsvorbereitung?
00:13:46: oder was ist sinnvoll, dass wir uns vor einem Arzt- ärztinnengespräch überlegen
00:13:52: Ja, die Bushüre heißt ja meine Gesundheit.
00:13:54: Meine Entscheidung und die Ulle hat ja vorher schon die Infokwellen genannt also ich habe gesundheitliches Problem.
00:14:01: dann schaut man mal im Internet vielleicht was gibt es dazu?
00:14:04: Und wir wissen ja dass das nicht ganz so einfach ist da sich zu Recht zu finden.
00:14:08: mit den Kriterien ist es ein bisschen einfacher.
00:14:10: worauf kann ich achten?
00:14:12: und viele Menschen oder sagen wir die zweite wichtige Infokwelle ist doch auch noch die Ärztin unter Arzt.
00:14:17: das heißt Ich gehe zur Ärztinnen und möchte eigentlich auch Informationen bekommen.
00:14:21: Das heißt, ich würde gerne wissen was habe ich.
00:14:24: Was ist das Problem?
00:14:25: Was ist die Krankheit?
00:14:27: Warum habe ich das und was kann ich jetzt
00:14:29: tun?".
00:14:29: Und wir wissen aber aus unterschiedlichen Untersuchungen dass die Gespräche mit Ärztinnen und Ärzten also die Info weiter gab es ja oft nicht so gut funktioniert.
00:14:40: Also nur ein Bruchteil der Informationen die der Arzt oder die Ärztin der Patientin gibt bleiben auch tatsächlich dann in Erinnerung nach dem Gespräch.
00:14:49: Eigentlich
00:14:49: muss sich immer mitschreiben.
00:14:53: Es
00:14:53: hat unterschiedliche Gründe.
00:14:54: Viele Menschen sind sehr aufgeregt, wenn sie bei der Ärztin sehen oder oft finden auch gleichzeitig Behandlungen und Untersuchungen statt.
00:15:02: Die Ärzte haben einen enorm hohen Dokumentationsaufwand mittlerweile.
00:15:06: Sie schreiben gleichzeitig und sprechen gleichzeitig ohne Augenkontakt zu halten.
00:15:10: Das ist ein seltener Fall.
00:15:12: Aus Untersuchung weiß man auch, dass die Zeit extrem knapp ist.
00:15:16: Durchschnittlich zwischen vier und acht Minuten, bei der Ärztin beim Arzt, also unterschiedliche Ergebnisse teilen das.
00:15:23: Bei Hausärzinnen in der Steiermarkt zum Beispiel sind es ungefähr vier Minuten und da muss man schon sehr effizient kommunizieren beziehungsweise müssen ÄrztInnen auch sehr geübt sein um hier auch verständlich in kurzer Zeit das Wichtigste zu vermitteln.
00:15:37: Und wir Patientinnen können aber auch etwas tun indem wir uns vorbereiten.
00:15:41: Wie würde das aussehen?
00:15:43: Die Vorbereitung sieht so aus dass ich mir vorab einmal Gedanken mache was sind meine Fragen?
00:15:49: Und natürlich gut auch zusammenfassen, was der bisherige Stand ist.
00:15:54: Also welche Beschwerden habe ich?
00:15:56: Wie äußern sich die?
00:15:58: Es gibt doch einen sehr guten Leitfahren oder sehr viele andere gute Unterstützungsmöglichkeiten hier das Gut zu sammeln wie zum Beispiel ein Symptom-Tagebuch
00:16:08: Ein Symptompaargebuch ist etwas, wo ich aufschreibe.
00:16:12: Hatte so und so oft Schmerzen oder war ein Stärke eins bis zehn?
00:16:17: War sieben?
00:16:18: Oder was kann man dann notieren?
00:16:21: Genau!
00:16:21: Zum Beispiel waren die Schmerz auftreten also Frauen betrifft es sehr oft im Bereich der Regelschmerzen Wo sich ja dann oft die Frage stellt sind jetzt pathologisch.
00:16:31: Also steht eine Krankheit dahinter zum Beispiel Endometriose.
00:16:34: Die kommt da sehr häufig vor.
00:16:36: wir haben ja auch schon einmal in einem Podcast darüber gesprochen.
00:16:39: Oder sind das jetzt noch normale Regelschmerzen?
00:16:42: Und das ist für Ärztinnen oder für Patientinnen dann oft nicht leicht bei der Ärztin, das so gut darzustellen.
00:16:49: Oft wird ja auch gar nicht danach gefragt.
00:16:50: Wenn ich aber einen Symptom-Tagebuch bei der Hand habe, hab' ich das selber für mich gut dokumentiert.
00:16:55: okay sie sind an zwei Tagen im Monat sehr stark.
00:16:59: da ist es dann auch noch gut wenn man die Schmerz nach seiner Schmerzkala vielleicht noch bewertet von null bis zehn also alles was über fünf ist.
00:17:07: schon sind schon sehr starke Schmerzen.
00:17:09: Brauche ich Schmerzmittel?
00:17:10: Wie oft habe ich welche genommen?
00:17:12: Wo spüre ich die Schmerze?
00:17:13: Ist es ein brennender Schmerzer, stechender Schwerz?
00:17:16: Was habe ich alles schon probiert um die Scherzen zu lindern?
00:17:19: Welche Schmerznittel habe ich genommen?
00:17:21: All diese Sachen gut für sich zusammenzufassen, kann helfen dann bei der Ärztin das einfach effizient auch vermitteln zu können.
00:17:29: Wenn mir
00:17:29: die Ärztinnen oder der Arzt etwas empfiehlt muss ich das dann selber recherchieren im Bipackzettel und
00:17:37: im
00:17:38: Internet womöglich?
00:17:39: Oder wie komme ich dann zu einer Entscheidung die meiner Gesundheit nutzt.
00:17:45: Mit allen Abwägungen!
00:17:46: Wir haben ja Patientinnenrechte, also im Prinzip ist es unser Recht, dass die Ärztin oder der Arzt uns verständlich informiert über die Behandlungsmöglichkeiten, die wir haben und auch über die jeweiligen Vor- und Nachteile dieser einzelnen Möglichkeiten.
00:18:01: Und ganz viele Patientinnen möchten wenn's dann um den eigenen Körperum die eigene Gesundheit geht und um Möglichkeiten der Behandlung da auch mitentscheiden.
00:18:11: Das hat ja sehr viel vor weil Patientinnen ja Expertinnen für sich selbst sind, für ihren Körper sind und weil sie einfach auch extrem gut über ihren Alltag, über ihre Lebensumstände Bescheid wissen.
00:18:25: Und all das mit einzubeziehen in eine Behandlungsentscheidung führt auch nachweislich, also es hat mauchen Studien schon untersucht zu besseren Behandlungsergebnissen.
00:18:34: Warum?
00:18:35: Weil Patientinnen und Patienten dann eher auch gewillt sind die Therapie durchzuhalten, das regelmäßig einzunehmen.
00:18:44: da auch wenn man mit etwas Einverstanden ist ja dass ganz anders ist als wenn jemand sagt sie nehmen das jetzt um das wird ihnen helfen haltet
00:18:52: immer wieder die mündige Patientin oder der Müppar, noch das Leben für Ärzte in den Schwieriger und man dem entgegenhalten.
00:19:03: Weil es ist halt praktisch, wenn der Arzt die Ärztin sagt machen sie dies und das.
00:19:08: Und dann tut das die brave Patientin.
00:19:11: Das stimmt aber man weiß auch dass die Zufriedenheit auf beiden Seiten steigen kann, wenn man gemeinsam entscheidet weil hier einfach die aktive Einbeziehung der Patientin auch ein Stück weit für die Ärzten Vorteile haben kann.
00:19:25: ja man kennt den sogenannten Drehtür Effekt.
00:19:27: Wenn das nicht der Fall ist, dass Patienten mitbestimmen Ja, dann kann es sein dass sie vielleicht noch mit dem Rezept in die Apotheke gehen und das Medikament holen.
00:19:38: Aber ganz oft wird's dann einfach nicht eingenommen und das Problem bleibt stehen und die Patientin kommt wieder in die Praxis.
00:19:45: Und ja wir haben das und jenes schon versucht und ist keine Besserung da.
00:19:49: also belastet ja auch die Ressourcen auf allen Seiten und stellt natürlich keinen von beiden zufrieden.
00:19:55: Deshalb ist es auch wichtig im Gespräch mit Ärztinnen und Ärzten auch ehrlich zu sein anzusprechen.
00:20:00: wenn man bedenkt Wenn man Ängste hat zu einer Behandlung, wenn man nicht ganz einverstanden ist ja gut in einer Ich-Botschaft auch formulieren und nach weiteren alternativen Fragen.
00:20:11: Zum Beispiel bei Antibiotika, wenn dann jemand sagt ich habe Probleme mit Antibiotika und der Arzt oder die Ärztin sagt dann ja dann wird es leider bleiben.
00:20:22: Dann bleiben sie krank!
00:20:23: Ich kann Sie da jetzt nicht über reden oder überzeugen.
00:20:26: Naja, ich kann wenn ich als Patientin bei Arzt und Ärztin bin.
00:20:30: Und ich kriege eine Behandlungsempfehlung mit der ich nicht zufrieden bin.
00:20:35: Kann ich entweder noch mal nachhaken beim Arzt oder bei der Ärztinnen?
00:20:39: Warum findet sie oder er das in meinem Fall jetzt wichtig?
00:20:44: Ich kann natürlich auch nochmal mir die guten Quellen für Gesundheitsinformation hernehmen und nachlesen.
00:20:50: also ich weiß bei gesundheitsinformation.de gibt es zum Beispiel das Thema Blasenentzündung bei Frauen und da wird zum Beispiel beschrieben, wann werden Antibiotika empfohlen?
00:21:03: Und wann geht es auch ohne.
00:21:05: Was sind da die Erkenntnisse wissenschaftlicher Studien?
00:21:08: Also ich kann schon als Patientin noch einmal nachlesen wenn ich mal unsicher bin und mit diesem Wissen nochmal Nachfragen.
00:21:16: Der Unterschied ist ein bisschen der Arzt, die Ärztin wird sich das aufgrund der Situation, die Ich habe anschauen und vielleicht eine Empfehlung geben.
00:21:24: Informationsrecherche, die ich selber mache muss sich schauen, dass ich es wirklich auf meine Situation anwenden kann.
00:21:30: Und da kann man im besten Fall miteinander sprechen am so wie die Marlene beschrieben hat in einem Gespräch mit Arztärztin.
00:21:36: Wir
00:21:37: zunehmend auch zum Beispiel Abwendungen von wirksamen Medikamenten, die dadurch Nahrungsergänzungsmittel ersetzt werden sollen.
00:21:45: Wie findet man da Sicht zu Recht?
00:21:48: Wo eindeutig kommerzielle Interessen eine Rolle spielen und andererseits aber und Männer hoffen, damit sich was Gutes zu tun.
00:21:57: Mein Tipp wenn man sich über das Thema Nahrungsergänzungsmittel informieren will sind zwei Adressen eigentlich, Medizintransparent-AT.
00:22:06: Da lohnt es sich reinzuschauen wenn man Infos zu sowas sucht.
00:22:10: die haben viel so alternativ medizinische Themen aufgegriffen ist können auch Bürgerinnen und Bürger sich an das Team wenden und sagen mich interessiert dass sehr gibt da eine einen wissenschaftlichen Beleg dass das wirkt oder nicht beziehungsweise greifen die Gesundheitsthemen auf die in aller Munde sind oder die in den sozialen Medien oder im Internet kursieren und schauen sich die wissenschaftliche Beweislage an.
00:22:35: Und oft sind das Behauptungen, wo Nahrungsergänzungsmittel eine Rolle spielen.
00:22:41: Das andere ist es gibt eine Verbraucherinnenzeitschrift, eine deutsche gute Pille, schlechte Pille.
00:22:46: Die greifen das auch oft auf.
00:22:48: Und das eine wirkt dieses Nahrungsaugänzlungsmittel so wie ich mir das vorstelle... Das könnte untersucht sein.
00:22:54: Auf der anderen Seite gibt es da irgendwelche... irgendeinen Schaden, den ich mir davon tragen kann.
00:23:00: und das dritte ist auch Ausgaben.
00:23:02: also Kosten können einen Schaden darstellen.
00:23:05: wenn ich jetzt mir anschaue was Nahrungs- und Gänzungsmittel oft auch alles kosten dann kann auch sein dass zwar das Produkt keinen schaden hat aber ich ausgaben habe.
00:23:15: die könnte ich vielleicht woanders investieren und es wird meiner gesundheit besser tun.
00:23:19: Also vielleicht vorher bei diesen Quellen nachschauen informieren, vielleicht ist das Tränen und ist es beschrieben.
00:23:25: Tatsächlich kann ein sowas recht einsam machen wenn der Mainstream ... Tatsächlich sagt Beilwechsel.
00:23:30: Ja, nehm ich am besten diesen Klee oder jene Wurzel oder so etwas.
00:23:35: und wenn man da kritisch hinterfragt was zum Beispiel
00:23:40: eine
00:23:40: Ärztin empfiehlt oder was eine Influencerinnen die auch auf den sozialen Medien aktiv ist.
00:23:48: Wenn sie empfielt und meine Freundin glaubt das dann muss man schon sehr viele gute Nerven haben um zu sagen
00:23:54: Ich
00:23:54: habe recherchiert ich glaube dass es nicht wirksam.
00:23:59: Also ich möchte damit deutlich machen, dass das durchaus einen in Konflikt bringen kann mit den Haltungen der eigenen Umgebung.
00:24:06: Ja ja also wir merken das schon oft.
00:24:08: es ist nicht ganz einfach diese Argumente zu bringen wenn sie nicht gehört werden wollen.
00:24:14: es ist nichts ganz einfach immer bei Gesprächen mit Arzt und Ärztin einzubringen welche Bedürfnisse man hat oder nachzufragen.
00:24:21: Es liegt halt auch daran dass denke ich mir gerade wenn zum Beispiel ums Thema Schmerz geht, mit chronischen Schmerzen zum Beispiel lebt oder?
00:24:31: Man möchte gerne dass sich an dieser Situation was ändert.
00:24:34: und dann gibt es auf der anderen Seite eben am Anbieterinnen die das auch ausnutzen und sagen wir haben jetzt die Lösung.
00:24:41: Und die ist hundertprozentig!
00:24:42: Die hat keine Nebenwirkungen und die wirkt sofort.
00:24:44: und natürlich möchte ich dem gerne glauben.
00:24:47: Natürlich möchte ich für so komplexe Themen wie Wechseljahre etwas haben, was einfach ist und was ich nehmen kann.
00:24:54: Dann gibt's natürlich eine Enttäuschung wenn dann auf diesen Seiten nachschauen und die sagen mir, das gibt es keinen Beleg dafür dass du es nutzt.
00:25:02: Das ist erstmal eine Enttäuschung mit der muss man umgehen.
00:25:06: selber oder eben die Freundin, in der man das erzählt ist finde ich sehr verständlich.
00:25:10: ja wenn man dann weiter denkt kann sein dass man sich trotzdem was Gutes tut das vorher zu recherchieren weil er trotzdem zum Beispiel Kosten auf einen zukommen weil man etwas gemacht hat was jetzt keine Nachweisbar nutzen bringt usw.
00:25:23: Auch die Placebu-Wirkung ist legitim.
00:25:27: Das,
00:25:27: denke ich, ist ja bei den Milliarden offensichtlich etwas was ziemlich gut funktioniert.
00:25:34: Ja,
00:25:36: wenn man mit der Placebu Wirkung dann auch tatsächlich... sich behandelt, das ist ja in
00:25:42: Ordnung.
00:25:42: Placebo ist erwiesen?
00:25:44: Ja genau!
00:25:45: Die Frage ist immer wie viel bin ich bereit auszugeben für diese Placebo-Wirkung?
00:25:50: und schadet es mir auch nicht.
00:25:52: Das finde ich jetzt natürlich wichtig.
00:25:54: Das
00:25:54: ist der entscheidende Punkt.
00:25:56: Und was ganz wichtig ist auch noch im Rahmen von Arztgesprächen Vorbereitung dass man schon einerseits die Symptome alle gut dokumentiert aber auch Medikamente die man einnimmt gut dokumentieren so eine Medikamentenliste führt und da gehören tatsächlich, sollte ich mich entscheiden Nahrungsergänzungsmittel oder frei verkäufliche Produkte aus der Apotheke einzunehmen.
00:26:19: Da hören die auch rauf.
00:26:20: also hier ist die Information an die Ärztin dass sich zusätzlich noch einnehme auch ganz wichtig weil diese Präparate ja eben auch Wechsel- oder Nebenwirkungen haben können.
00:26:31: Also Wechselwirkung mit anderen medikamentlich einnehmen.
00:26:35: Einfach ist es nicht aber es lohnt sich noch einmal den Titel der Broschüre des Dachverbandes der österreichischen Sozialversicherungen nennen, den ihr zwei gestaltet habt.
00:26:48: Meine Gesundheit, meine Entscheidung, Informationen finden und beurteilen Gespräche mit Ärzten innen führen, Wege im Gesundheitswesen
00:26:58: kennen.".
00:26:58: Heute zu Gast waren bei mir Ulas Ladeck und Marlene Preetis Schader, Expertinnen für Gesundheitskompetenz im Frauengesundheitszentrum in Graz.
00:27:10: Einer Einrichtung der wir uns als Frauengesundheits-Zentrum Salzburg sehr verbunden und nahefühlen.
00:27:16: Danke euch herzlich!
00:27:17: Vielen Dank, Aline!
00:27:18: Danke, Alin!
00:27:19: Danke!
00:27:23: Das war die Sendung Frauengesuntheit In the Air mit Alina Hallhuber und Marietta Hayek vom Frauengesundheitszentrum Salzburg.
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