Frauen und Sucht

Shownotes

Sucht sieht bei Frauen oft anders aus als bei Männern, und wird deshalb auch häufig übersehen. Univ.-Prof. Dr.in Gabriele Fischer, Leiterin der Drogenambulanz, Suchtforschung und -therapie, Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, in Wien informiert darüber im Gespräch mit Aline Halhuber. Sucht ist oft ein Versuch der Heilung, um etwas schwer zu ertragendes überlebbar zu machen, oder um die eigene Funktion aufrecht erhalten zu können.
Foto © MedUni Wien

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00:00:03: Hallo, liebe Hörerinnen und Hörere.

00:00:15: Ich freue mich heute zum Thema Frauen- und Sucht mit Professorin Doktorin Gabriele Fischer sprechen zu dürfen.

00:00:23: Professorin Dr.

00:00:24: Gabrielle Fischer ist Leiterin der Drogenambulanz Suchtforschung und Suchtherapie an der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Wien.

00:00:36: Sie ist Fachärztin für Psychatrioneurology, war Universitätsrätin der Medizinischen Universität Innsbruck und Gründerin der Plattform Frauen für Frauen Gesundheit im Brennpunkt.

00:00:49: Darüber hinaus ist sie Konsolentin der WHO, der UNO und auch des Europaparlaments.

00:00:56: Ich freue mich sehr über die Einladung

00:00:58: Frau Professorin Fischer.

00:01:00: Frauen und Sucht ist ein nicht sehr populäres Thema, weil es sich in der Ausprägung doch immer wieder davon unterscheidet was man sich so als drogensüchtige auf der Straße vorstellt.

00:01:14: Gibt es auch Frauen?

00:01:15: Aber was ist eigentlich der Unterschied zwischen Männern und Frauen und ihrem Suchtverhalten?

00:01:22: Ehe ich auf die Unterschiede eingehe möchte ich eingangs bedonen dass Männer und Frauen eine gleichermaßen genetische Empfindlichkeit haben, an einer Suchterkrankung zu erkranken.

00:01:36: Sprich wenn deren Eltern eine Suchterkrankung haben ist einfach das Risiko für Männer und Frauen größer auch an der Suchter- krankungen zu erkrankten.

00:01:47: Wenn Gleiches wesentlich ist zum Beispiel die ältern Generationen an einer Alkoholabhängigkeit erkrankt gibt es keine Penetranz das heißt keine signifikante Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder ob Mädchen oder Burschen auch eine Alkoholabhängigkeit entwickeln müssen.

00:02:06: Es kann noch zu einer Suchtveränderung kommen.

00:02:09: es kann dann sein das die Kindergeneration eher an einer Tablettenabhängigkeitserkrank oder aber auch an anderen substanzgebundenen Süchten aber auch nicht substanz gebundenen süchten.

00:02:25: Das heißt die Wahrscheinlich- wenn ein Elternteil zum Beispiel eine Glücksspiel sucht hatte.

00:02:31: Meistens die Väter, eher den Männern?

00:02:34: Kann aber auch penetrieren an die Kinder in einem anderen klinischen Phenotyp sagen wir das kann dann eine andere Suchterkrankung sein.

00:02:42: es wird die Empfindlichkeit genetisch vererbt und hier haben beide Geschlechter ein vergleichbares Risiko wo die Frauen ein höheres Risiko haben.

00:02:51: und sie haben das jetzt sehr interessant eingeworfen.

00:02:54: Sie sagen meist die Vaters sind pathologische Spieler.

00:02:58: Ja, das stimmt im Wesentlichen aber nicht ausschließlich.

00:03:03: wir haben gleichermaßen beim Glücksspiel wie bei anderen Suchterkrankungen viel mehr verborgene Suchterkrankung erbaut und Anführungszeichen verborgen Frauen viel später sich in Behandlung begeben, weil es eben mit einem nochmals höheren Stigma versehen ist.

00:03:21: Also Männer zum Beispiel an Glücksspielsuchter krank sind oder anderen Ersuchterkrankungen leiden.

00:03:27: Welche

00:03:28: Süchter sind die bei Frauen besonders häufig?

00:03:33: Von der Häufigkeit von der epidemiologischen Forschung.

00:03:36: Die sind nicht so einfach.

00:03:37: im Bereich des Suchterkrankungen muss man sagen, weil das häufiger an Remuneration fehlt um jene Forschungen durchzuführen.

00:03:46: Man weiß aber global gesehen, die Frauen überwiegen in einer Abhängigkeit von Medikamenten.

00:03:54: Ich habe Berührungsmittel, ich glaube seinerzeit einen berühmten Song und war das ein bisschen herrter.

00:03:59: In Prinzip ist es wunderbar also dieses Klischee der Sechziger Jahre, siebziger Jahre.

00:04:05: Es ist besser man kommt nach Hause und findet eine entspannte Frau vor als eine aufgeregte.

00:04:10: Frau wurde auch vielfach angepriesen dass diese Berührungsmittel sehr bekömmliche Farben hatten, die sind so pastellförbig gewesen.

00:04:20: Diese Medikamenten sucht aber eine ganz besondere Gefahr, weil am Anfang scheinbar und dann kann es relativ rasch zur Abhängigkeit führen.

00:04:31: Und hier gibt es auch Untersuchungen, die sagen das ist ein Appell jetzt an weibliche Ärztinnen, dass weiblichen ÄrztInnen eher noch den Frauen diese Medikamente verschreiben als männliche Ärzte.

00:04:45: Warum?

00:04:46: Das ist ja interessant!

00:04:47: Es gibt so unterschiedliche Interpretationen, das könnte vielleicht auch mit einem empathischeren Zugang zusammenhängen.

00:04:55: Auch im besten Wissen zu meinen, man hilft den Betroffenen.

00:04:59: nur wenn Frauen zu lange diese Beruhigungsmittel jetzt nehmen dann kommt es wie sagen in der Medizin so einem organischen Psychosyndrom auch bei einer geringen Dosierung über einen längeren Zeitraum.

00:05:12: das äußert sich klinisch dass die Vergesslichkeit zunehmend dass die Konzentrationsfähigkeit abnimmt abnimmt und dann kann es zu einem Art Rebound Phänomen kommen, dass dann Angstzustände auftreten, Schlafstörungen auftretend.

00:05:26: Also hier ist eine ganz besondere Gefahr und vielleicht sind unter den Zuhörerinnen und Zuhören auch Apotheker und Apotheklerinnen.

00:05:35: Vielfach haben wir die Situation in Österreich wird vermutlich im Deutschland oder der Schweiz ähnlich sein.

00:05:42: diese Berührungsmittel sind häufig schon sehr billig das heißt ärische Produkte und in Österreich ist es zumindest so, dass wenn sie erzig verschrieben werden und man nicht Rezeptgebühren befreit ist.

00:05:55: Man an die Sieben Euro zahlen muss für eine Packung der Medikamente unter jenes jeden Medikamenten.

00:06:01: und häufig sind aber diese Berührungsmittel schon billiger als die Rezept Gebühr.

00:06:05: und das gehen Patientinnen häufig als Patienten zu unterschiedlichen Ärztinnen und Ärzte und lassen sich dies auf Privatrezept verschreiben.

00:06:14: Und

00:06:16: das ist dann im System nicht mehr, also da merkt es niemand und dann wird ja nicht aufmerksam hingeschaut.

00:06:22: Das ist sehr richtig was Sie bemerken umso mehr ich ja gesagt habe die Verlässlichkeit der epidemiologischen Forschung ist nicht ganz klar weil eben in den statistiken Medikamente auf Privatrezept verschrieben nicht aufscheinen.

00:06:35: aber es bedarf der Zusammenschau das heißt es Bedarf.

00:06:39: diese Medikamenten müssen verschrieben werden.

00:06:41: Das heißt, es ist eine wichtig Ärztinnen und Ärzte auf die Gefahr hinzuweisen.

00:06:47: Sie sind ja häufig Grunderkrankungen, die sich darunter verbergen.

00:06:50: Und dann aber auch die abgebenden Stellen wie Apothekarin und Apotheker im Sinne einer Zusammenwirkung darauf aufmerksam zu machen dass es wichtig ist, die Betreffenden wenn sie häufiger kommen daran zu erinnern das diese Medikamente in Abhängigkeitspotenzial haben.

00:07:06: Aber gleich noch etwas dazu Wenn sich eine Abhängigkeit schon manifestiert hat von Tabletten, von diesem Behörungsmittel.

00:07:13: Weil es eben mit einem hohen Stigma versehen ist sind diese Patienten an häufigerjenige die einen Doktershopping machen, sich unterschiedlichen Ärzten und bekommen Privatrezepte beziehungsweise sie gehen auch zu unterschiedlichen Apotheken um diesen Stigma auszuweichen, dass man die Betroffenen aufmerksam macht.

00:07:33: Dass es auch schädlich sein kann.

00:07:34: Das heißt das ist besonders wichtig, dass Hörerinnen achtsam sind und bei sich selbst bedenken ob sie nicht schon zu regelmäßig und so viel diese Medikamente nehmen und hier dann einen Facharzt oder eine Fachärztin für Psychiatrie aufsuchen.

00:07:49: Es ist viel besser hinzugehen anstatt zu versuchen mit einer Dosissteigerung eine vergleichbare Wirkung als zu Beginn zu erreichen.

00:07:58: Es scheint ja sehr schwierig zu sein, in so einer Situation Hilfe zu suchen.

00:08:02: Sonst wären es nicht so viele die abhängig sind.

00:08:06: Womit müssen Frauen oder Abhängige rechnen?

00:08:10: Wenn sie dann zur Psychiaterin oder zum Psychiator gehen werden Sie geschimpft und angezeigt.

00:08:17: Also angezeigt wird niemand, das ist eine freiwillige Konsultierung einer Ärztin oder eines Arztes.

00:08:24: Es ist auch so dass häufig die Umgebung wenn sie es merkt einen höheren Leidensdruck hat als die Patientin selbst.

00:08:34: also hier geht es auch und ich sage jetzt noch auf ihre Beantwortung.

00:08:37: jetzt der Enge großes Thema Koabhängigkeit.

00:08:41: Also die Umgebung muss darauf achten, das betrifft aber alle Substanze und nicht-substanzgebundene Süchte jetzt.

00:08:47: Wenn Sie merken dass zu viel an Substanzen sage ich jetzt allgemein konsumiert wird, dass die umgebung nicht in eine Koabhängigkeit hineinfällt,

00:08:57: d.h.,

00:08:58: dass sie ein Kontrollbewusstsein entwickelt.

00:09:01: Wichtig ist ,dass die nähere Umgebungen empathisch sind und den Weg zum Psychiater, zum Psychiatrin unterstützt, aber sich abgrenzt.

00:09:11: Die Umgebung ist nicht in einem therapeutischen Setting tätig.

00:09:15: Jetzt komme ich auf Ihre Frage zurück, oder Ihre Anmerkung zur Psychiatrin zu gehen, ist häufig etwas stigmatisiert im ländlichen Bereich noch viel mehr als in der Stadt.

00:09:29: Aber wir sehen davon dass im lndlichen Bereich ja noch deutlich mehr Mangel an Fachärzten für psychiatrieherstalls sind.

00:09:37: Und man wartet monatelang auf den Termin?

00:09:40: Ja, das haben wir jetzt in der öffentlichen Diskussion.

00:09:42: oder man geht zu Wahlärzten und das ist entsprechend teuer.

00:09:47: Hier kommt auch ein Unterschied zwischen Männern und Frauen, dass häufig Frauen noch viel mehr finanziell abhängig sind von ihren Partnern.

00:09:56: Gender-Budgeting, das kennen Sie in anderen Aspekten wird völlig klar sein.

00:10:01: Das heißt die Schwelle ist sehr hoch.

00:10:03: darum bringe ich ja herein wie wichtig die Rolle von Hausärztinnen Und auch ganz besonders die Rolle vom Premierversorgungseinrichtungen, die jetzt immer mehr in Österreich etabliert werden.

00:10:16: Zum Teil mit großen Niederständen.

00:10:18: hier denke ich mir es muss ein gutes Integrationsmodell geben zwischen den Hausärzten und Hausärztinnen die isolierten Ordinationen arbeiten und jenen, die in Premierversorgungszentren arbeiten.

00:10:30: In einer Zusammenschau nur wichtig im Bereich der Abhängigkeit ist natürlich eine gewisse Multidisciplinarität das heißt dass auch Psychologinnen zur Verfügung stehen und vielleicht sogar auch was in einzelnen Premier- versorgungseinrichtungen ist auch Sozialarbeiter weil viele kennen die Familienstrukturen Genau!

00:10:49: Und es gibt ja meistens ich möchte in Anführungsstrichen sagen gute Gründe Warum Frauen in Medikamentenabhängigkeit geraten?

00:10:59: Und die müssen ja auch behandelt werden, die wirklichen Ursachen.

00:11:04: Das ist richtig und da unterscheiden sich Männer und Frauen ganz deutlich.

00:11:08: aber vielleicht zuletzt noch ein Aspekt zur Versorgungssituation, das wir gesprochen haben.

00:11:13: Es ist natürlich viel niederschwelliger zum Psychotherapeutin zu gehen Gibt's auch viel mehr.

00:11:20: Es ist nur eine besondere Gefahr, weil es muss eine exakte Diagnostik vorliegen.

00:11:26: Da komme ich jetzt darauf zu sprechen was Sie erwähnten das zugrunde liegende Erkrankungen sind.

00:11:32: Die Psychotherapie kann wichtig sein in der Begleitung von Abhängigkeitserkrankungen.

00:11:37: dann ist vor allem evidenzbasiert die Verhaltensthera- bie die Psychothera- bi Methode der Wahl.

00:11:44: Aber wenn schon, weil ich sage jetzt, digitale Medizin ist in Österreich leider deutlich unterentwickelt im Unterschied zu Deutschland wo man da schon verschreiben kann.

00:11:54: Wo auch in ländlichen Gegenden ein professioneller kompetenter Kontakt möglich ist, auch ohne Wartezeiten.

00:12:01: Ist es auch wichtig bei Psychotherapeutinnen und ich nehme auch die klinischen Psychologinnen herein das zu thematisieren?

00:12:08: Die klinischen Psychologinnen und Psychologen haben den Vorteil, dass sie durch ihr Studium und ihre klinische Ausbildung das Werkzeug haben auch entsprechend zu diagnostizieren.

00:12:19: Jetzt ist das Zentrale, nämlich es liegen unterschiedliche Erkrankungen zugrunde.

00:12:24: Abgesehen von der genetisch familiären Komponente die einfach wichtig ist und die jeder wissen muss.

00:12:30: und das bringt mich wieder auf die Wichtigkeit von Hausärztinnen zu sprechen weil sie kennen in der Regel die Familienstrukturen.

00:12:37: und in der Prävention wäre es wahnsinnig wichtig wenn man sieht aha hier läuft eine Suchterkrankung in der Familie ruhigen genug zu schauen und früh genug eine Diagnostik zu machen noch vielleicht eh die Suchterkrankung beginnt.

00:12:51: Ratt, was die Medikamente angeht ist ja oft der Einstieg über eine Überbelastung.

00:12:57: also Frauen nehmen häufiger Drohungen so habe ich das aus der Literatur gelesen um sich funktionsfähig zu halten um weitermachen zu können in einer Situation die sie eigentlich kränkt und die sehr gefährlich ist für Sie.

00:13:12: Das heißt Frauen nehmen nicht Ich möchte sagen für ein Trip oder einen Rauschen des Erlebnis, sondern Frauen nehmen eher die Medikamente um sich selber in diesen Spektrum der Erwartungen, die an sie gestellt werden.

00:13:28: Um sie funktionsfähig zu halten.

00:13:31: Sind Sie das auch so?

00:13:32: Ja und nein!

00:13:35: Das möchte ich schon noch sagen dass diese Medikamenten in akuten Belastungssituationen, diese Berührungsmittel wichtig sind.

00:13:43: Also haben Sie einen Trauerfall, haben sie eine akute Belastungsreaktion?

00:13:47: Es sind sehr gute Medikamente.

00:13:49: Also man darf jetzt die Medikamente nicht demonisieren.

00:13:52: Es ist nur eine Frage in welcher Indikation setzt sich sie ein.

00:13:56: Wenn Sie zum Beispiel eine Frau mit einer Panikattacke haben, paniker Dagen sind bei Frauen häufiger als beim Männern genauso wie Depressionen bei Frauen.

00:14:07: bei Männern, da kann es in der Akkursituation sehr wichtig sein dass es diese Medikamente gibt dass man die auch verschreibt, weil es einfach eine Leidensminimierung mit sich bringt.

00:14:18: Aber die große Gefahr ist wenn man diese Medikation längerfristig bei behält.

00:14:24: Es gibt ganz andere Medikamente der Erkrankungsbilder ich sage jetzt aus dem affektiven Störungsbereich Angst der Krankungen Depressionen posttraumatische Belastungsstörung zu behandeln als in der Dauertherapie dieser Berührungsmittel.

00:14:37: Es kann auch wahnsinnig wichtig sein, begleitend hier eine klinische psychologische oder psychotherapeutische Betreuung zu finden.

00:14:45: Aber die erste Anlaufstelle ist in der Regel immer der Hausarzt und die Hausärztin und die haben eine ganz besonderer Rolle in der Versorgungsstruktur.

00:14:54: Und noch einmal es geht nur zusammenwirken und wenn zum Beispiel in Premierversorgungszentren klinischer Psychologen sind Psychologinnen, dann kann ich eine exakte Diagnose machen.

00:15:05: Kann ich natürlich ärztlich auch?

00:15:06: Ich brauche da nicht unbedingt weitere Berufe.

00:15:09: nur in der Zusammenschau vom Gesundheitsberufen profitieren eben alle und nicht zuletzt die Patientin unter Patient.

00:15:16: Wir haben ja auch eine Reihe Stoff ungebunden also im Sinne von Sucht mittel-ungebundene Süchte.

00:15:24: Ich möchte gar nicht stoff un gebunden weil die Essstörungen, die Kaufsucht Ich möchte die Internetzucht eigentlich auch gerne dazunehmen, weil sozusagen der Suchtmittel ist sowohl die Ursache als auch die Lösung dafür.

00:15:40: Wenn es um Einsamkeit geht, kann Social Media die Ursachen sein und gleichzeitig ist das der Suchtsstoff?

00:15:47: Ja Sie schneiden uns ja zentrales Thema an auf was ich gleich eingehe, möchte nur vielleicht noch ergänzen.

00:15:53: zur letzten Frage Es gibt auch zunehmend in den Jugendlichen, in den jungen Erwachsenen nehmen Frauen diese und andere Suchtmittel.

00:16:04: Auch diese Berührungsmittel die zum Teil eine Paradoxewirkung haben um sich zu berauschen.

00:16:09: Das heißt wir sehen über die Lebensspanne auch eine Veränderung Und auch über die zeitliche Achse das sehr wohl junge Mädchen, junge Frauen auch ganz bewusst Suchtmittel konsumieren, um sich zu berauschen und nicht nur wie die Generation, sage ich jetzt ab vierzigjährigen, die es eher nehmen, um Belastungen vielleicht besser.

00:16:30: Jetzt um zu Ihrer vorigen Frage das Gehirn macht ja keinen Unterschied.

00:16:36: jetzt was das Verlangen nach Substanzen anbelangt, um unter Anführungszeichen ein sogenanntes Glücksgefühl hervorzurufen?

00:16:45: Und das ist ja der Sehnen!

00:16:47: Also die Lust oder die Sehnsucht nach diesem Glücksgefühl ist ja das, was der Motor ist.

00:16:52: Richtig!

00:16:53: Also dieses Verlangen, dieses Graving, nämlich dieses Gefühl in diesen unter Anführungsrecht berauschten Zustand zu kommen den ein Suchtmittel vermittelt hat.

00:17:05: und da haben sie jetzt ganz schön eben auch auf die elektronischen Medien hingewiesen, dass ihr im eleganterweise Essstörung gesagt.

00:17:13: viele Personen oder viele Fachleute Denken bei Essstörungen sofort an die Magersucht oder an die Bulämie.

00:17:21: Bei diesen Erkrankungen reden wir von eins bis drei Prozent Betroffene, aber das zentrale Problem ist der Esssucht.

00:17:28: da reden wir vor.

00:17:29: dreißig bis vierzig prozentige Übergewichtigen in der Bevölkerung.

00:17:34: Interessanterweise sind aber in den Tendenz dem Männern mehr übergewichtig als die Frauen.

00:17:40: nur hier spielt wieder einmal das Ligma eine Rolle.

00:17:43: Wir haben das Fatshaming Besonders die übergewichtigen Frauen leiden.

00:17:48: Das beginnt aber schon bei den übergewichtigten Mädchen, das ist furchtbar wenn man sich anschaut.

00:17:53: anstatt dass die maximal zur Bewegung im Schulunterricht motiviert werden lässt man die eher mit weiter Kleidung auf der Bank sitzen weil sie so betroffen sind.

00:18:04: und hier kommt eine weitere Berufsgruppe hinzu die eine zentrale Rolle spielt nämlich da sind die Schuldpsychologinnen und Immer wieder ein Thema, das zu wenig in den Schulen sind.

00:18:15: Die soll schrägend die Ertätik sein und eine deutliche Aufwertung in der Schule erfahren.

00:18:21: Nämlich nicht nur dann gerufen werden wir uns Probleme gibt sondern auch wenn eine Sportlerin oder ein Sportlehrer findet oh mein Gott hier ist ein Fatschaming des Mädels oder auch der Boot trauen sich nicht Und es gehört dem hat es hier in der Klasse

00:18:34: ganz genau und nicht die Person entfernt Sondern bitte das Umfeld zu schulen.

00:18:40: Richtig

00:18:41: und es gehört die Schulung her, also meine Kinder sind nun über dreißig.

00:18:45: das ist absurd und wir haben als die in die Schule gingen haben wir dafür gekämpft dass zuckerfreie Getränke angeboten werden gesunde Nahrungen im den schwulbefest gesundes Essen, dass Ernährung eine Querschnittsmatheorie ist im Schulunterricht.

00:19:01: wie viel Kalorien eine Karotte hat oder eine Banane wissen ja die meisten.

00:19:05: Die wenigsten wissen, wie man mit dem Verlangen umgeht und wie das zu kontrollieren ist.

00:19:09: Hier ist ein sich selbst erfüllender Kreislauf im Prinzip die Frustration marginalisiert zu sein an den Rand gestellt zu sein führt wiederum zu einem erhöhten Verlangen.

00:19:21: und dann ist man wieder mehr.

00:19:23: Und da haben sie auch im Essverhalten einen klassischen Unterschied, während die Mädels und die Frauen viel lieber zur Schokolade greifen.

00:19:31: Greifen die Burschen oder die Männer häufiger zu Chips nicht exklusiv zu sehen.

00:19:36: Es gibt natürlich sowohl als auch aber in der Tendenz das geschlechtsbeziehbische Muster.

00:19:40: Aber beide Substanzen unter Anführungszeichen führen zu einer Dopaminausschüttung.

00:19:48: Mechanismus beheimatet ist und gibt kurzfristig, ganz kurzfristige ein gutes Gefühl mit einem sehr deprimierten Aufwachen nach so einer S-Attacke.

00:19:59: Ja für mich ist sozusagen im Suchtverständnis schon auch immer bei den Essstörungsfragengesundheitszentren hat damit viel zu tun dass ich egal welche Essstörung auch die Orthorexie erlebe das das Lösungsversuche sind Lösungsversuche wie auch Selbstverletzung oder Essbrechslucht ist.

00:20:20: ja, wenn man von außen drauf schaut klingt es irgendwie ganz ideal.

00:20:23: Man kann essen so viel man will und wird nicht dick davon.

00:20:26: Wie ist das in diesem Konzept?

00:20:29: Welche Gefühle versucht man mit Suchtverhalten eigentlich zu erlangen?

00:20:36: Sie nannten es Craving nach diesem kurzen, guten Gefühl.

00:20:40: Aber was fehlt

00:20:41: davor?

00:20:42: Man versucht eben negative Gefühle durch Belohnung wegzubekommen.

00:20:47: Das ist ja... Die wollen vergleichbar wie sie erwähnt haben in den elektronischen Medien.

00:20:51: Also ich kippe hinein also vielleicht unsere Generation kippt hinein in einen Krimi um abzuschalten die jungen Leute kippen hinein im Gaming in Online-Gaming Und wenn Sie wollen, und das ist eine ganz besonders große Gefahr.

00:21:06: Es beginnt im Kleinkindesalter, wen zu früh iPhones hergegeben werden – und Eltern wahnsinnig stolz sind wie dolde Kinder da irgendwie schon umgehen können damit!

00:21:17: Sie sind gefesselt natürlich davon weil sie, weil kleine Kinder, gesunde Kinder sind vom Novel des Seekings geprägt ja?

00:21:24: Das Maßgeber für die Entwicklung aber nicht diese elektronischen Medien Weil die triggern im Prinzip, die Dopaminfreisetzung und da schreitet dann fort.

00:21:34: Und dann wissen wir das besonders gewaltsame Spiele wo es Sonders begrüßt werden oder die Jugendlichen besonders hängen bleiben.

00:21:43: Und

00:21:43: besonders die Burschen erfahrungsgemäß?

00:21:46: Ja!

00:21:46: Oder nimmt's bei ein Mädchen zu?

00:21:48: Es nimmt bei den Mädchen auch zu und das ist besonders wichtig weil vor allem die Gruppe in der Jugend psychiatrisch auffällig ist mit Störungen oder ganz speziell mit einem Aufmerksamkeitsdefizit Zyndrom, wo eine Störung im sogenannten Dopamin-Transporter vorliegt.

00:22:07: Versuchen auch zum Teil und anfügen sich in einer Selbstmedikation sicher durch die Dopaminfreisetzung zu behandeln.

00:22:14: Und das kann überschnell zur Abhängigkeit führen.

00:22:17: Und hier ist es sicher so dass die Mädchen unterdiagnostiziert sind.

00:22:22: Bei den Burschen fällt es viel mehr auf, weil die Filme diese impulsivere Ausprägung haben während Mädchen eher durch Konzentrationstörungen, Dakträumereien imponieren und das ist sozial gefälliger.

00:22:34: Stört nicht so sehr!

00:22:36: Hier ist wieder der Appell in der Prävention.

00:22:39: man muss achten wann Kinder mit diesen Medien vertraut sind wenn sie älter sind, was Zeit und Intensität und auch Inhalt des Spielers ist.

00:22:51: Und man muss schauen, welche von den Entzugsbeschwerden Sie bekommen.

00:22:55: Das ist ein Kater, wenn man sagt – jetzt aber nicht!

00:22:57: Dann wäre es natürlich besonders sinnvoll zu diagnostizieren Ist hier ein ADHS zum Beispiel da oder nicht?

00:23:04: Den Personen, Mädchen und Burschen haben hohes Risiko der Nachsuchkrank zu werden wenn ein ADHS nicht erkannt und nicht behandelt wird.

00:23:13: Da habe ich auch gerade recherchiert dass es einfach bei Mädchen sehr oft nicht zur Kenntnis genommen wird weil es nicht typisch aussieht wie es beim Bursche ist und das sehr viele psychische Probleme eigentlich die auf Borderline und sonstiges diagnostiziert eigentlich ein ADHS als Ursache haben.

00:23:31: Gehen Sie da Ritalin?

00:23:32: Also bei einem vorliegenden ADHS, ja, da gibt es ganz einfache Screening-Instrumente die auch in den, sage ich jetzt, den Haushaltsordinationen auflegen.

00:23:42: Ich bin eine große Verfechterin weil das ein niederstelliger Zugang ist wo alle Familien hingehen gibt es ganz einfache Screening-Bögen für die Eltern, wo eben auch zum Teil die Tagträumerei der Mädchen erfragt wird.

00:23:56: oder das Konzentrationsverhalten in Schulen.

00:23:59: Oder wie beginnen sie Aufgaben zu fertigen?

00:24:02: Da haben die Eltern eine große Rolle in der Beantwortung.

00:24:05: Das ist ganz kurz auch durch diplomiertes Pflegepersonal, in hausärztlichen Ordinationen umzusetzen.

00:24:12: und dann kann man natürlich ein genaueres diagnostisches Abklärungsverfahren noch machen.

00:24:17: aber sage ich jetzt auch schwierig wieder Kind- und Jugendpsychiatra... Ja, wieder klinische Psychologinnen sind sehr wertvoll.

00:24:26: Es gibt Kassenverträge, das ist auch niederschwellig erreichbar und wenn es vorliegt dann ist natürlich Methylvenetat.

00:24:33: Es geht mehrere Firmen des Anbieten.

00:24:35: Riktalin ist das eine, Medikinet ist das andere.

00:24:38: Es gib langsame Freisetzungsformen wie Koncherta.

00:24:41: aber es gibt auch sehr, sehr gute amphetaminhaltige Produkte, die sind sehr gut getestet also sich der am besten getesteten Medikamente bei Minderjährigen.

00:24:52: Die verbessern die Welt für die Betroffenen, für die Familien und Schuhe.

00:24:57: Und verhindern eine Sekunde der sich entwickelnde Suchterkrankung.

00:25:01: Das ist besonders wichtig!

00:25:03: Ich frage mich bei manchen zum Beispiel Cannabis oder so... etwas, wo dann ein anderer Zustand herbeigeführt werden kann oder Alkohol.

00:25:13: Also ich sehe da ganz viel Substanzmissbrauch im Sinne auch von Selbsttherapie weil andere Systeme noch nicht aufgesucht

00:25:21: wurden.".

00:25:23: So mit dreizehnjährigen Klagen über zum Teil der Konzentrationsstörungen und der Mädchen, erst die Träumen von irgendwas oder die Burschen, die halt mehr auffallen.

00:25:37: Und dann mir über das Wochenende kann er bis es eines der ersten Suchtmittel, dass er dann vermehrt konsumiert, weil der Medienkonsum fällt ja nicht auf in Schulen.

00:25:46: Aber in einem Montag, die Jugendlichen beiden Geschlechtes plötzlich sich besser konzentrieren können und angenehmer dem Unterricht folgen können, da gibt es einen Nachhang jetzt neurobiologisch vom Cannabis-Konsum.

00:25:59: Und sie ist mit jenischen Verhalten besser und das ist ganz klassischerweise, dass es am Montag auffällt.

00:26:04: Das heißt man muss sich wirklich... Es ist eine sehr schwere Erkrankung wenn man nicht unter Kontrolle bringt weil eben dann die Suchterkrankungen übrigens auch bei S-Sucht

00:26:14: oder

00:26:15: bei Spielsucht ist das bewiesen.

00:26:17: Auch bei interessanter Weise wenngleich ich jetzt persönlich keine so große Freude habe um der Anführungszeichen Kaufssucht Ja, die Frauen betrifft auch hier.

00:26:26: Also ich würde sagen kaufsüchtiges Verhalten sind deutlich mehr Betroffenen, die ein ADHS aufweisen als die gesunden Kontrollen.

00:26:36: und ich finde es sehr wichtig dass sie das thematisieren in ihrem Podcast weil manche immer noch glauben, dass selbst esoterisches adhs und Kinder sollen wir in den Wald gehen und Kindergarten... Erkrankung, die evidenzbasiert bewiesen ist.

00:26:51: Es gibt gute Behandlungsrichtlinien und sie können vor einer sekundären Suchterkrankungen schützen.

00:26:58: Und weil es interessanterweise jetzt Ritalin sagen, ist das Methylfinitat?

00:27:02: Es gibt bereits jetzt erste Off-Labelversuche.

00:27:05: wir haben ja wird der Hörerschaft auch bekannt sein Die GLONE Recepter interagierenden Medikamente zur Behandlung der Fettsucht, bei Diabetes bezahlt werden.

00:27:16: Die anderen müssen sich da selber zahlen wo ich sehr dagegen bin weil das wäre Prävention die Fettspräsentierung zu behandeln noch eher die Organschäden kommen.

00:27:27: und dann gibt es aber auch schon erste Off-Label Versuche mit Medylfenidat und mit Listexamphetamin die Fettsucht unter Kontrolle zu bekommen.

00:27:37: Wo es darum geht, genau diesen Stoffwechsel zu entspannen damit das Craving nicht groß ist Total interessant.

00:27:45: zum Thema ADHS.

00:27:47: Ich lese gerade den Buch dazu bei Mädchen und Frauen, weil da einfach die Diagnose oft nicht gestellt wird was das im realen Leben ist wie das ausschaut.

00:27:54: wenn ich sie dazu in einem anderen Podcast mal befragen darf würde mich sehr freuen weil ich glaube dass das ein ganz wichtiges Thema ist und auch sehr entlastend sein könnte für Frauen die ja häufig extrem unzufrieden mit sich sind wenn sie etwas nicht fertig kriegen wenn es nicht in der Zeit fertig bekommen eigentlich schaffen wollen.

00:28:15: Und diese Misserfolgserlebnisse, die triggern natürlich ungemein auch alle anderen.

00:28:21: Ich möchte sagen umgesunden Lebensweisen und ja... und wir müssen jetzt leider zum Schluss kommen!

00:28:26: Wir haben schon so viel, glaube Professor Fischer.

00:28:29: Ich danke Ihnen sehr herzlich Und ich hoffe, ich darf Sie wiederkontaktieren.

00:28:33: Es ist sehr interessant und ich glaube wir haben an dem Thema grad mal gekratzt.

00:28:39: Und Sie sind eine sehr interessante Gesprächspartnerin weil sie sehr breit und kompetent gebildet sind in diesem Bereich.

00:28:47: Vielen Dank!

00:28:47: Ich danke Ihnen.

00:28:48: als Politologin schaue ich halt auch immer so welche gesellschaftlichen Formen was prägt da?

00:28:54: Ja und ja und ich möchte Ihnen sehr herzlich danken Und vielleicht darf ich da auf Sie noch mal zurückkommen, wenn wir uns ausschließlich das Thema

00:29:02: ADHS

00:29:03: bei Frau

00:29:04: Lundchen

00:29:05: vornehmen.

00:29:05: Sehr gerne!

00:29:06: Vielen Dank für die Änderung.

00:29:07: Danke schön, Frau

00:29:08: Prof.,

00:29:08: danke.

00:29:12: Das war die Sendung Frauengesundheit in Leer mit Aline Hallhuber und Marietta Hayek vom Frauengesunderheitszentrum Salzburg.

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